Drei neue Ausstellungen in Salzburg

24. Juli 2005, 21:19
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Werkschau von Gerhard Richter und Arbeiten von Fritz Wotruba und Mimmo Paladino zu sehen

Salzburg - "Editionen 1965 - 2004" heißt die erste umfangreiche Werkschau mit Fotos, Druckgrafiken und Kunstbüchern von Gerhard Richter, die seit 1993 zusammengestellt wurde - nach Bonn und vier weiteren Stationen in Deutschland wird diese Ausstellung des international bedeutendsten und erfolgreichsten deutschen Gegenwartskünstlers ab Samstag, dem 23. Juli, im Salzburger Museum der Moderne - Rupertinum gezeigt.

"Singulärer Platz in der deutschen Gegenwartskunst"

220 Blätter sind es, die die beiden Kuratoren aus Bonn zusammen getragen haben, zu sehen sind nicht nur die Serie der 48 Foto-Porträts berühmter Europäer in schwarz und weiß, sondern vor allem jene formal-technischen Arbeiten, in denen sich Richter mit den technischen Möglichkeiten der Reproduktion von Bildern und mit deren Glaubwürdigkeit und Seriosität als geistig-inhaltliche Quelle für die Gesellschaft und die Kunst selbst auseinander gesetzt hat.

"Es sind die unglaubliche Vielfalt seines Werkes, die formale Meisterschaft in allen Gattungen der bildenden Kunst und die Konsequenz, mit der Richter alle wichtigen Themen unserer Zeit aufgreift und vielfach neu definiert, die ihm einen derart singulären Platz in der deutschen Gegenwartskunst gesichert haben", erläuterte Kurator Stefan Gronert. Gronert und sein Kollege Hubertus Butin werden am kommenden Sonntag eine Spezial-Führung durch die Richter-Ausstellung geben.

Wotruba und Paladino

Zwei Tage nach dieser Vernissage präsentiert das Museum der Moderne sieben großformatige Skulpturen von Fritz Wotruba, und zwar auf der Skulpturenterrasse neben dem Museum am Mönchsberg.

Am Mittwoch, dem 27. Juli wird sich die Aufmerksamkeit wieder auf das Stammhaus konzentrieren - aktuelle Skulpturen und Gemälde vom italienischen Star-Transavantgardisten Mimmo Paladino werden präsentiert. Paladino hat in Österreich nicht nur den Vorhang im Stadttheater Klagenfurt entworfen, sondern auch das heurige Design der Salzburger Festspiele. Die Originale dieser Sujets sind in Salzburg und werden im Rupertinum und im angrenzenden Sala Terrena der Universität zu sehen sein. Kern der Ausstellung sind allerdings junge, aktuelle Skulpturen und Arbeiten, in denen sich Paladino mit der legendären Kreuzform im Werk von Kasimir Malewitsch beschäftigt.(APA)

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