Eurofighter: Mainonis Ressort verfügt laut Wirtschaftsministerium über Unterlagen

22. Juli 2005, 14:09
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Als Mitglied der Plattform für die Anerkennung von Gegengeschäften

Wien - Gelassen sieht das Wirtschaftsministerium die Forderung des BZÖ nach Überprüfung der Eurofighter-Gegengeschäfte. BZÖ-Staatssekretär Eduard Mainoni hat angekündigt, im Wirtschaftsministerium entsprechende Unterlagen anzufordern. Über diese verfüge er als Staatssekretär im Infrastrukturministerium ohnehin, so Ingrid Nemec, Sprecherin von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) am Freitag.

Nemec verwies darauf, dass das Infrastrukturministerium Mitglied jener Plattform sei, die über die Anerkennung von Gegengeschäften entscheidet. Der Vertreter dieses Ressorts habe daher denselben Zugang zu den entsprechenden Unterlagen wie die anderen Mitglieder. Dazu komme: "Das ist keine Angelegenheit von einzelnen Parteien."

Eurofighter-Verkäufer EADS hat zum Stichtag Ende Mai für das Jahr 2004 Gegengeschäfte mit einem Volumen von exakt 328.895.084,21 Euro angemeldet, 104 Firmen sind daran beteiligt. Bis Ende August müssen diese Geschäfte geprüft werden. Bereits fix anerkannt sind Gegengeschäfte in der Höhe von rund 190 Mio. Euro für das zweite Halbjahr 2002 und das Jahr 2003. Insgesamt sollen die Gegengeschäfte binnen 15 Jahren ein Ausmaß von vier Mrd. Euro erreichen. (APA)

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