Vöslauer legt zu - Mineralwasser wird stiller

31. Juli 2005, 18:20
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Mineralwasserkonsum stagniert - Vöslauer wächst stärker als der Markt und keilt Marktanteile

Wien - Der Mineralwasserkonsum der Österreicher stagniert im ersten Halbjahr 2005. Der Absatz erhöhte sich nur geringfügig um 0,4 Prozent auf 322,6 Mio. Liter, nachdem er von Jänner bis Juni 2004 von 355 auf 321,2 Mio. Liter deutlich gesunken war. Österreichs führender Mineralwasserhersteller Vöslauer (Bad Vöslau) ist hingegen stärker als der Markt gewachsen und hat Marktanteil und Umsatz weiter gesteigert.

Die Vöslauer AG hat im ersten Halbjahr inklusive der Lizenzmarken Pepsi, Almdudler und 7Up mit 150 Mitarbeitern den Umsatz um 11 Prozent auf 38,6 Mio. Euro gesteigert, was einem Absatz von 139 Mio. Liter entspricht, teilte Vöslauer am Donnerstag mit. Inklusive dem Getränkehändler Leeb, der seit 1992 dem Vöslauer-Konzern angehört und 2002 in die Vöslauer AG integriert wurde, erzielte Vöslauer von Jänner bis Juni einen Absatz von 141,8 Mio. Liter und einen Umsatz von 42,9 Mio. Euro.

Vöslauer legte zu

Der Vöslauer-Mineralwasserbereich (inklusive Balance) legte im Halbjahr ebenfalls um 11 Prozent auf 27,6 Mio. Euro Umsatz zu, abgesetzt wurden insgesamt 115 Mio. Liter Mineralwasser (nach 107 Mio. im Vorjahreszeitraum). Der Marktanteil von Vöslauer im österreichischen Mineralwassermarkt stieg damit laut AC Nielsen wertmäßig bis Ende Mai von 40,4 auf 40,7 Prozent. Weit abgeschlagener Marktzweiter ist die Römerquelle mit 15,4 Prozent, auf Platz drei liegt Waldquelle mit 10,6 Prozent.

Vöslauer ist laut Unternehmensangaben mit Abstand die meist getrunkene Getränkemarke in Österreich. Vöslauer-Vorstand Alfred Hudler nennt als Gründe dafür die Stärke der Marke, die Kundenorientierung durch Innovationen - wie zuletzt eine Mineralwasserverpackung zum Umhängen ("Vöslauer City Bag") und weitere Geschmacksrichtungen bei Vöslauer Balance - und die Unterstützung der Gastronomie, wo der Vöslauer-Marktanteil bei 23 Prozent liegt. In den vergangenen Monaten wurden hier namhafte Neukunden gewonnen, u.a. das Grand Hotel, der Wiener Nobel-Italiener Novelli, das Hotel Salzburger Hof und das Seehotel Rust.

Trend zu stillem Mineralwasser

Der Trend zu mildem und stillem Mineralwasser setzte sich im ersten Halbjahr weiter fort. Die Sorte "Prickelnd" führt bei Vöslauer allerdings weiterhin mit einem Anteil von 50 Prozent, gefolgt von "mild" mit 30 Prozent und "ohne" mit 20 Prozent. Beim Mineralwasser ohne Kohlensäure verzeichne man die stärksten Zuwächse, Vöslauer habe hier laut Mineralwasserverband einen Marktanteil von 85,1 Prozent. "Wer in Zukunft kein Mineralwasser ohne Kohlensäure anbietet, wird Umsatz verlieren", ist Hudler überzeugt.

4,3 Prozent des Umsatzes erzielt Vöslauer im Ausland, drei Viertel davon fallen auf den Handel, der Rest auf die Gastronomie. Im ersten Halbjahr habe man ein Exportplus von 116 Prozent verzeichnet, 48 Prozent davon in Deutschland, hieß es.

Ab Herbst wird übrigens jede neunte Vöslauer-Mineralwasserflasche rosa sein. Damit will das Unternehmen auf die Brustkrebsfrüherkennung hinweisen, zumal jede neunte Frau an Brustkrebs erkrankt. (APA)

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