Fortschritte bei Transplantationen von tierischen Zellen und Organen

22. Juli 2005, 12:06
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Weltweit leben zur Zeit 200 Menschen mit so genannten Xenotransplantation - Schwein bevorzugtes Spendertier

Berlin - Die Übertragung von Zellen und Organen von Tieren auf den Menschen macht Fortschritte. Bevor die so genannte Xenotransplantation jedoch klinischer Alltag wird, sind nach Angaben des Robert-Kochs-Instituts (RKI) noch etliche Untersuchungen erforderlich. Problematisch seien insbesondere mögliche Abstoßungsreaktionen des Immunsystems und eine potenzielle Übertragung von Mikroorganismen.

Favorisierte Spendertiere

Weltweit wurden inzwischen mehr als 200 Patienten Schweinezellen transplantiert. Schweine sind wegen ihres Stoffwechsels, der dem des Menschen ähnelt, sowie aus Kostengründen die favorisierten Spendertiere. Erst kürzlich hatten mexikanische Forscher erstmals junge Diabetiker mit Inselzellen vom Schwein behandelt.

Ein Problem bei den Transplantationen ist unter anderem die mögliche Übertragung so genannter Porciner Endogener Retroviren (PERV), die in allen Schweinen vorhanden sind und menschliche Zellen infizieren können. Mitarbeiter des RKI untersuchten jedoch das Blut der in Mexiko mit Schweinezellen behandelten Diabetiker und fanden dabei keinen Hinweis auf eine Übertragung von PERV oder anderen Schweineviren. (APA/AP)

  • Schweine sind wegen ihres Stoffwechsels, der dem des
Menschen ähnelt, sowie aus Kostengründen die favorisierten
Spendertiere.
    foto: reiters/theiler

    Schweine sind wegen ihres Stoffwechsels, der dem des Menschen ähnelt, sowie aus Kostengründen die favorisierten Spendertiere.

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