Nächtigungsminus im Sommertourismus

31. Juli 2005, 18:17
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Schlechtes Wetter sorgt für Nächtigungsrückgang - besonders unzufriedenstellend gelaufen ist der Juni

Wien - Das schlechte Wetter hat dem österreichischen Sommertourismus bisher ein Nächtigungsminus beschert. Im Mai und Juni 2005, den ersten beiden Monaten der bis Oktober dauernden Sommersaison, ging die Zahl der Übernachtungen um 1,4 Prozent auf 14,5 Millionen zurück, teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Besonders schlecht gelaufen ist der Juni, wo ein Minus von 6,3 Prozent auf 8 Mio. Nächtigungen verzeichnet wurde.

Ausschlaggebend für das negative Ergebnis war das Ausbleiben von ausländischen Gästen, deren Zahl um 9,4 Prozent auf 5,3 Mio. gegenüber dem Juni 2004 zurückging, während die Zahl der Inlandsgäste mit 2,7 Millionen (plus 0,3 Prozent) stagnierte, hieß es. Ausgeblieben sind vor allem Gäste aus den wichtigsten Herkunftsnationen Deutschland (minus 14,5 Prozent), Belgien (minus 3,9 Prozent), Frankreich (minus 6,7 Prozent), den Niederlanden (minus 8,1 Prozent) und der Schweiz (minus 4,8 Prozent). Allein bei Urlaubern aus Italien wurde unter den wichtigsten Herkunftsmärkten ein Plus von 12,7 Prozent verzeichnet.

Die Zahl Übernachtungen in Hotelbetrieben der 5-/4-Stern-Kategorie nahm im Juni um 1,7 Prozent ab, in 3-Stern Betrieben um 6,9 Prozent, in 2/1-Stern um 6,2 Prozent. Die Zahl der Ankünfte ging im Juni um 2,8 Prozent auf 2,3 Mio. zurück, wobei die Ausländerankünfte um 4,9 Prozent rückläufig waren, während jene der Inländer um 0,9 Prozent zulegten.

Stärkstes Minus im Vorarlberg

Das stärkste Minus bei den Bundesländern verzeichneten im Juni Vorarlberg (minus 12,4 Prozent), Kärnten (minus 9,8 Prozent), Salzburg (minus 8,9 Prozent) und Tirol (minus 8,7 Prozent).

Von Mai bis Juni stagnierten die Ankünfte bei 4,4 Mio. (plus 0,2 Prozent). Die Zahl der Übernachtungen gingen um 1,4 Prozent auf rund 14,5 Mio. zurück, wobei die Zahl der Übernachtungen der Inlandsgäste um 0,5 Prozent stieg, jene der Auslandsgäste aber um 2,4 Prozent zurückging. Rückgänge gab es bei den Deutschen (minus 4,3 Prozent), Niederländern (minus 7,0 Prozent), Franzosen (minus 10,9 Prozent), Schweizern (minus 1,4 Prozent), Italienern (minus 2,0 Prozent) und Belgiern (minus 4,4 Prozent). (APA)

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