Zum Auftakt noch Zuschauer

25. Juli 2005, 10:17
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Rogan, Jukic, Nadarajah erst ab Montag im Ein­satz - Dittrich, Koll, Po­doprigora beginnen - Ziel muss zumindest
eine Medaille sein

Montreal - Der Auftakt der Schwimm-Bewerbe bei der 11. WM in Montreal ist aus österreichischer Sicht quasi einer zum Aufwärmen. Nur für Debütantin Nina Dittrich ist ihr Auftritt am Sonntag über 200 m Lagen bereits der Höhepunkt, sie tritt über keine andere Strecke an. Ansonsten starten Maxim Podoprigora und Dominik Koll über ihre Nebenstrecken. Für die Hoffnungsträger Markus Rogan und Mirna Jukic geht es am Montag los.

Rogan, Fabienne Nadarajah und Marilies Demal haben sich erst für den (heutigen) Freitag in der Olympiastadt angekündigt und waren damit unter den letzten eintreffenden WM-Teilnehmern. Ihr Trainingsalltag im knapp fünftägigen Camp in Ottawa verlief seit Dienstag ziemlich ruhig, nachdem die aus 28 Athleten bestehende deutsche Mannschaft nach Montreal abgereist war. Für Nadarajah und Demal geht die WM überhaupt erst am Mittwoch los.

Jukic und Rogan werden am Montag und Donnerstag unmittelbar hintereinander ihre 100- und 200-m-Bewerbe in Angriff nehmen. Während der 23-Jährige über beide Rücken-Strecken zu den Medaillen-Anwärtern zählt, ist eine Prognose bei der 19-jährigen Brust-Spezialistin schwieriger. Jukic: "Der 200-m-Vorlauf gibt am meisten Rückschlüsse. Optimal wäre eine gute Zeit mit wenig Aufwand. Je besser das klappt, desto besser sind die Final-Chancen."

Der Endlauf ist das erklärte Ziel der Wienerin, Koll gibt es noch ein bisschen billiger. Die erste Herausforderung für den 20-Jährigen ist die Verbesserung des mehr als elf Jahre alten österreichischen Rekordes über 400 m Kraul von Roland Brunner. Tags darauf soll es mit dem 200-m-Kraul-Semifinale klappen. Coach Helge Gödecke: "Mit seiner Bestzeit sollte er dabei sein. Im Vorlauf sollten nicht 16 Leute schneller sein. Wenn doch, dann Hut ab."

Sebastian Stoss hat mit vier Bewerben das größte Programm aller Österreicher, der 19-Jährige gibt sich vor seiner WM-Premiere gelassen. "Ich war bei der Jugend-EM nervöser, weil es da für mich um eine Medaille gegangen ist." In der kanadischen Metropole macht er sich hingegen keinen Druck. Über 200 m Kraul tritt der Wiener noch unrasiert an, ab Mittwoch darf er über 200 m Lagen und 200 m Rücken ein wenig mit dem Semifinale spekulieren.

Am Ende der zweiten WM-Woche sollten Österreichs Schwimmer zumindest mit der dritten Medaille der Langbahn-WM-Geschichte bilanzieren. Titelkämpfe ohne Edelmetall-Gewinn wären nach Doppel-Silber bei Olympia doch eine kleine Enttäuschung. Rogan ist auch diesmal erster Anwärter darauf, bei Jukic lebt zumindest vorerst die Hoffnung darauf. Ein Podestplatz von Nadarajah wäre eine Sensation, ein Traumlauf dafür Voraussetzung. (APA)

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    Mirna Jukic.

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