Andritz erhält Großauftrag aus China

29. Juli 2005, 15:30
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Grazer Anlagenbauer wird im Reich der Mitte Edelstahlwerk errichten - Lieferwert 110 Millionen Euro

Wien - Die börsenotierte Grazer Anlagenbauer Andritz hat einen Großauftrag aus China für den Bau eines Stahlwerkes erhalten: Die JIUQUAN Iron & Steel Co. Ltd. habe den Technologiekonzern mit der Lieferung eines kompletten Werks zur Herstellung von Edelstahlkaltband mit einer Jahreskapazität von rund 600.000 Tonnen beauftragt. Der Lieferwert betrage rund 110 Mio. Euro, teilte Andritz am Freitag ad-hoc mit.

Der Auftrag umfasse eine Warmbandglüh- und -beizlinie mit einem integrierten 6-Rollen-Kaltwalzwerk, eine Kaltbandglüh- und -beizlinie, zwei 20-Rollen-Kaltwalzwerke, ein Dressiergerüst, eine Schleiflinie und zwei Besäum- und Querteillinien. Die Andritz-Gruppe übernehme Engineering, Lieferung der Schlüsselkomponenten, Montageüberwachung und Inbetriebnahme der verschiedenen Anlagen.

Das Projekt, das über die zum Andritz-Geschäftsbereich Walz- und Bandbehandlungsanlagen gehörenden Gesellschaften in Österreich, Deutschland und Niederlande abgewickelt werde, soll im 1. Quartal 2007 in Betrieb gehen.

Das Edelstahlwerk verarbeite Warmbänder bis zu einer Dicke von 6 mm und einer maximalen Breite von 1.600 mm zu Kaltband mit einer minimalen Dicke von 0,3 mm. Die Weiterverarbeitung der Coils zu Bandblechen erfolge in den Besäum- und Querteillinien.

Dieser bemerkenswerte Auftrag, der alle Anlagen eines Edelstahlkaltbandwerks umfasst, bestätige erneut die Richtigkeit der von Andritz verfolgten Strategie, komplette Prozesslinien in allen Geschäftsbereichen anzubieten, so Andritz-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Leitner. Technologieführerschaft und umfassende Systemkompetenz würden auch zukünftig die wichtigsten strategischen Unternehmensziele der Andritz-Gruppe bleiben. (APA)

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