Grenztruppen von irakischen und US-Soldaten beschossen

24. Juli 2005, 09:39
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Syrien wirft USA fehlende Kooperationsbereitschaft vor - Bei Unterstützung bei der Grenzsicherung "versagt"

Damaskus - Syrische Grenztruppen sind nach Angaben der Regierung in Damaskus unter den Beschuss von irakischen und US-Soldaten geraten. Syrien warf den USA am Donnerstag zudem vor, nicht bei der Bekämpfung von Aufständischen zu kooperieren, die über die syrische Grenze in den Irak einsickern.

Die an der Grenze stationierten Soldaten seien nicht allein Angriffsziel "von Eindringlingen und Schmugglern, sondern auch von irakischen und amerikanischen Streitkräften", erklärte das syrische Außenministerium. Es sei zu rund 100 Gefechten gekommen. Einige von ihnen seien durch US-Soldaten ausgelöst worden, die willkürlich auf syrische Grenz-Soldaten geschossen hätten.

Keine Infos in Washington

Das US-Verteidigungsministerium in Washington teilte mit, ihm lägen keine Informationen über Zusammenstöße mit syrischen Soldaten vor. Die Angaben würden jedoch geprüft. Die US-Armee hat in den vergangenen Monaten mehrere Offensiven gegen Aufständische auf der irakischen Seite der Grenze zu Syrien geführt. Über grenzüberschreitende Schusswechsel wurde jedoch nichts bekannt.

Vorgehen gegen Aufständische

Die USA beschuldigen Syrien, nichts gegen Aufständische zu unternehmen, die über die rund 600 Kilometer lange Grenze in den benachbarten Irak einsickern. Die syrische Regierung hat dies zurückgewiesen. Es habe insgesamt 1240 Verdächtige an der illegalen Grenzüberschreitung gehindert und die meisten von ihnen an ihre Heimatländer überstellt, teilte das Außenministerium mit. Zudem werde gegen rund 4000 Syrer ermittelt, die Syrien verlassen wollten oder verlassen hätten, um sich im Irak Aufständischen anzuschließen.

Allerdings hätten USA und Großbritannien Syrien die Unterstützung bei der Grenzsicherung versagt, erklärte das Ministerium weiter. So hätten die beiden Länder keine Nachtsichtgeräte und Radar-Überwachungssysteme bereitgestellt, mit denen ein Einsickern der Aufständischen bei Nacht verhindert werden könnte. (Reuters)

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