Geiselnahme in Inguschetien

24. Juli 2005, 17:33
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Absichten und Herkunft des bewaffneten Mannes unklar - Verhandlungen zur Befreiung der Geiseln laufen

Wladikawkas - In einem Dorf in der russischen Kaukasusrepublik Inguschetien hat ein Bewaffneter am Donnerstag mehrere Einwohner als Geiseln genommen. Wie viele Menschen der Aufständische in seiner Gewalt habe, sei noch unbekannt, sagte ein Vertreter des Innenministeriums der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Auch die Absichten und die Herkunft des Mannes seinen unklar. Der Vorfall ereignete sich demnach in einem Dorf nahe der Provinzhauptstadt Nasran. Es gebe Verhandlungen, um die Geiseln zu befreien.

Inguschetien grenzt an die abtrünnige Kaukasusrepublik Tschetschenien, in der es beinahe täglich zu Gefechten zwischen der russischen Armee und Rebellen kommt. Nach dem ersten Tschetschenienkrieg (1994-1996) marschierten russische Truppen 1999 erneut in Tschetschenien ein und sehen sich seither mit einem bewaffneten Aufstand konfrontiert. Unabhängigen Beobachtern zufolge starben seit 1994 rund 20.000 russische Soldaten und bis zu 100.000 Zivilisten in dem Konflikt. (APA)

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