Regierung: Verbesserung der Menschenrechte soll Terror verhindern

24. Juli 2005, 16:12
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Britische Regierung stellt Menschenrechtsbericht vor

London - Die Verbesserung der Menschenrechte kann aus Sicht der britischen Regierung dabei helfen, terroristische Gruppierungen zu isolieren. Der Propaganda und den Rekrutierungsversuchen der Terrornetzwerke müsse auf eben diese Weise entgegen gewirkt werden, sagte Staatsminister Ian Pearson bei der Vorstellung des britischen Menschenrechtsberichtes in London. Die Anschläge vor zwei Wochen und die glücklicherweise harmloseren Explosionen vom Donnerstag hätten die Bedrohung von Seiten des Terrorismus deutlich gemacht.

"Terror ist die abscheulichste Art, Menschenrechte zu zerstören", sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt. "Aber es gibt andere Faktoren: Armut, Unterdrückung, Ausbeutung, Diktatur." Indem man diese bekämpfe, bekämpfe man auch die Chancen von Terrororganisationen. Die britische Regierung stellte für dieses Ziel im vergangenen Jahr 14 Millionen Pfund (21 Millionen Euro) bereit, das sei doppelt so viel wie 2003.

Die schwersten Menschenrechtsverstöße sieht London derzeit im Sudan und im Kongo sowie in Tschetschenien, Simbabwe und Birma. In dem Bericht werden die freien Wahlen in der Ukraine, in Afghanistan und im Irak gelobt. Auch die Schritte hin zu demokratischeren Regierungen im Libanon und in Kirgisien werden hervorgehoben. "Es gab ermutigende Signale im Mittleren Osten, aber dort ist noch eine Menge zu erledigen", heißt es in dem Bericht weiter. (APA/AP)

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