Steuerreform: Kommt Absetzbarkeit von Unterhaltsverpflichtungen?

31. Juli 2005, 17:31
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Justizministerin Miklautsch bestätigt diesbezügliche Überlegungen - Mit Familienwahlrecht kann sie nichts anfangen

Wien - Justizministerin Karin Miklautsch (B) kann sich vorstellen, Unterhaltsverpflichtungen steuerlich absetzbar zu machen. Diesbezügliche Überlegungen gebe es bereits, sagte sie im "Volksblatt" (Freitag-Ausgabe). Von einem Familienwahlrecht (Eltern könnten stellvertretend für noch nicht wahlberechtigte Kinder wählen) hält sie hingegen wenig.

Zuletzt hatte es bereits mehrere Vorschläge von Regierungsmitgliedern für die nächste Steuerreform gegeben. Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein (V) hatte sich für die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten ausgesprochen, konkret für einen jährlichen steuerlichen Freibetrag. Miklautsch denkt offenbar eher an Unterhaltsverpflichtungen. "Wir dürfen uns den gesellschaftlichen Entwicklungen - wie der steigenden Zahl von Patchwork-Familien - nicht verschließen", begründete sie.

Miklautsch kann mit Familienwahlrecht nichts anfangen

Mit einem Familienwahlrecht - diese Forderung findet sich im BZÖ-Familienprogramm - kann sie nichts anfangen: "Dazu gibt es im Bündnis auch unterschiedliche Ansätze. Mit mir fragen Sie da die Falsche", so Miklautsch. Für sie sei ein Familienwahlrecht "zu wenig ausgegoren, als dass ich darin die Vorteile sehen könnte".

Mit dem Start des BZÖ zeigte sich die Justizministerin gegenüber der "Presse" (Freitag-Ausgabe) nicht unzufrieden: "Man darf sich nicht nur auf Umfragen verlassen. Wir gehen davon aus, dass bis zu den Nationalratswahlen die Stimmung umschlägt." Ob sie Spitzenkandidatin sein werde, wollte sie nicht beantworten: "Das werde ich dann entscheiden, wenn es so weit ist. Die Frage stellt sich im Moment nicht." (APA)

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