Buwog: 300 neue Wohnungen jährlich

31. Juli 2005, 17:34
posten

Auch künftig geförderte Neubauwohnungen errichten - Schwerpunkt auf Wohnbauförderung

Wien - Die früher bundeseigene Wohnbaugesellschaft Buwog, die vor rund einem Jahr von der Immofinanz erworben wurde, will auch künftig geförderte Neubauwohnungen errichten. "Wir konzentrieren uns auf den Wohnungsbestand, setzten weiter auf den geförderten und freifinanzierten Wohnbau und testen darüber hinaus spezielle Bereiche wie Reihenhäuser oder Luxuswohnungen, sagte Buwog-Chef Daniel Riedl im Gespräch mit dem STANDARD.

Bestand optimiert

Derzeit wird der Bestand mit rund 20.000 Wohnungen optimiert und nach noch nicht bebauten Grundstücken und möglichen Dachbödenausbauten durchforstet. Zusätzliche Einnahmen erhofft sich Riedl auch durch den Verkauf von Werbeflächen auf den Fassaden. "Mit der Rückendeckung der finanzstarken Immofinanz" will die Buwog jährlich rund 300 neue Wohnungen errichten, davon bis zu 250 mit Förderung, der Rest freifinanziert. Riedls Plan ist es, größere Grundstücke zu kaufen und diese in Etappen mit verschiedenen Architekten und verschiedener Nutzung (Eigentum, Miete) zu bebauen. Beispielsweise sieben Häuser auf einem Areal. Nach dem Grundsatz "einmal gemeinnützig, immer gemeinnützig" unterliegen bestehende und künftige Buwog-Wohnungen dem Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, obwohl die Buwog selbst seit 2001 ein gewerblicher Bauträger ist. Die Mieteinnahmen betrugen zuletzt 82 Mio. Euro.

Geschäftsführung Geht es nach Riedl, wird sich die Zusammensetzung der Geschäftsführung, der neben ihm auch Ex-Buwog-Chef Gerhard Schuster und Robert Puhr angehören, "aus jetziger Sicht nicht ändern". Ob Schuster, dessen Vertrag wie der seiner Kollegen zum Jahresende ausläuft, weitermacht, steht noch nicht fest. In der Branche heißt es, er habe Alternativen. Als Berater gemeinsam mit Michaela Mischek als Partnerin oder als Chef einer gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft. Schuster selbst wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.7.2005)

Share if you care.