Her mit dem Freibetrag

22. Juli 2005, 17:04
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Pro Freibetrag für Kinderbetreuung, ein Kommentar von Johanna Ruzicka - Der richtige Weg, um Karriere und Kind Unter-den-Hut zu bringen

Der Vorschlag für einen fixen steuerlichen Freibetrag für Kinderbetreuungskosten weist den richtige Weg - und zeigt, wie schön langsam auch in Regierungskreisen klar wird, dass das Unter-den-Hut- Kriegen von Karriere und Kinderkriegen einer Lösung mit staatlicher Hilfe bedarf. Denn ansonsten bleibt der Berufsweg von Frauen oft auf der Strecke, oder sie machen Karriere, bekommen aber keinen Nachwuchs. Von einer steuerlichen Begünstigung der Kosten für Nanny und Kindergarten würde eindeutig die breite Mittelschicht profitieren - und das ist gut so. Von ihr hängt die Zukunft Österreichs ab: sei es, dass mehr - oft top ausgebildete - Frauen auf den Arbeitsmarkt drängen; sei es, dass sich mehr Karrierefrauen getrauen, Kinder in die Welt zu setzen. Die Forderung nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Kindern wird sicher nicht nur von Frauen gestellt, die sich "im Beruf selbst verwirklichen wollen", wie es oft formuliert wird. Ihre Verwirklichung würde auch den Wirtschaftsstandort Österreich aufpeppen, indem der Pool an Arbeitskräften verbreitert wird. Gleichzeitig würde damit eine weitere steuerliche Grauzone eliminiert - die des "schwarz" und unversichert angestellten Kindermädchens. Von einem fixen steuerlichen Freibetrag für jedes Kind profitieren außerdem alle Schichten gleichermaßen - egal, wie viel sie verdienen. Damit ist ein Fixbetrag demokratischer als steuerliche Absetzbarkeit. Der Fixbetrag orientiert sich an der Schar der Kinder - und nicht am Haushaltseinkommen. (DER STANDARD, Printausgabe, 22.7.2005)
Kommentar Kontra

Schlicht ungerecht
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