Notstand auf Sardinien: Vier Großfeuer

22. Juli 2005, 08:15
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Schwierige Lage auch in Palermo - Suche nach Brandstiftern

Rom - Im Norden Sardiniens herrscht derzeit Notstand wegen ausgedehnter Feuer. Vier Großbrände hielten die Behörden in der Nacht auf Donnerstag in Atem.

Mehrere Wohnungen in der Gemeinde Tortoli wurden geräumt. Die Bevölkerung beteiligte sich am Löscheinsatz. Hunderte Hektar Wald wurden trotzdem zerstört. Die Polizei suchte nach Brandstiftern.

Schwierig war die Lage auch in Palermo. Etliche Hektar Buschwälder wurden in der Nähe von Monreale zerstört. Mehrere von den Flammen bedrohte Gebäuden mussten geräumt werden. Die Behörden vermuteten auch hier, dass Brandstifter am Werk waren.

Jährlich werden im Mittelmeerraum rund 50.000 Brände gemeldet. 95 Prozent der Brände würden vorsätzlich gelegt. Seit den sechziger Jahren sind die durch Feuer zerstörten Wälder auf das Vierfache gestiegen.

Feuer oft in Zonen die in Baugebiete umgewidmet werden sollen

Viele Feuer würden in Zonen gelegt, die in Baugebiete umgewidmet werden sollen: "Die Schäden sind gar nicht bezifferbar. In den Mittelmeer-Wäldern gibt es 25.000 verschiedene Blumenarten. Bei Bränden spricht man immer über die zerstörten Hektar Wald, aber nicht über die Tausenden von Insekten, Vögel und Reptilien, die in den Flammen oder aus Nahrungsmangel nach dem Brand sterben", sagte ein italienischer WWF-Sprecher, Antonio Canu. (APA)

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