Frauenring kritisiert Rauch-Kallats Sparkurs bei Frauenvertretung

21. Juli 2005, 12:59
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Einrichtungen gefährdet: Frauenspezifische Themen und Organisationen werden gekürzt oder gar nicht genehmigt

Wien - "Die Frauenpolitik der zuständigen Ministerin Maria Rauch-Kallat lässt zu wünschen übrig: Fördergelder für frauenspezifische Themen und Organisationen werden gekürzt oder gleich gar nicht genehmigt", kritisiert Sabine Oberhauser, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings, in einer Aussendung am Donnerstag. In einigen Bundesländern seien sogar Einrichtungen wie Frauenhäuser gefährdet. Dem Frauenring selbst wurden vom Ministerium statt der angesuchten 5.970 Euro gerade 1.000 Euro und ein Türschild genehmigt. "Alleine der Beitrag, den der Österreichische Frauenring an die EWL (European Womens Lobby) bezahlen muss, beträgt bereits 1.000 Euro", So Oberhauser.

Abgelehnt

"Die bewilligten 1.000 Euro Fördermittel betrachten wir als Affront gegen die vertretenen Organisationen im Besonderen, sowie der Frauen im Allgemeinen. Daher werden wir diese viel zu niedrige Förderungssumme nicht annehmen", sagt die Frauenring-Vorsitzende. Noch dazu, wo in dem von Rauch-Kallat gezeichneten Brief als Bedingung angeführt war, sämtliche Publikationen mit dem Logo des Ministeriums zu versehen. "Auch das beigefügte Türschild haben wir zurückgeschickt - mangels einer 'Einrichtung' können wir es ohnehin nicht aufhängen", so Oberhauser.

EU-Präsidentschaft: Gewalt gegen Frauen thematisieren

Trotz des negativ beschiedenen Förderansuchens erhofft sich Oberhauser eine intensive Arbeit mit dem Frauenministerium im Rahmen der EU-Präsidentschaft Österreichs. So ist für das erste Halbjahr 2006 eine Konferenz in Brüssel zum Thema "Gender mainstreaming into health policies" geplant. "Als Dachorganisation von Frauen-NGOs sind wir natürlich an einer solchen Veranstaltung interessiert und erwarten unsere Einbindung", sagt Oberhauser.

Inputs von NGOs seien in einer Demokratie selbstverständlich, feministische Frauenpolitik dürfe sich aber nicht auf gender mainstreaming in der Gesundheitspolitik beschränken: "Gerade Fragen der Gewalt, wie sie Frauen leider täglich in Österreich erfahren, müssen auch - und besonders - in Vorbereitung der Präsidentschaft breit diskutiert werden und solcherart thematisiert werden", schließt Oberhauser.

Ad Frauenring

Der Österreichische Frauenring ist eine überparteiliche Dachorganisation, welche eine Vielzahl von Frauenorganisationen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik umfasst. Er repräsentiert die Österreichischen Frauenorganisationen in der EWL (European Womens Lobby). (red)

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    Kein Geld für Fraueneinrichtungen: Kratzt das die Frauenministerin Rauch-Kallat?
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