IT-Outsourcing ist kein Allheilmittel mehr

29. Juli 2005, 10:48
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Unternehmen investieren lieber in eigene Mitarbeiter

Einer Studie der Marktforscher Foote Partners zu Folge stellt das Offshoring keine große Gefahr mehr für IT-Fachleute dar. So sind die Gehälter für Andwendungsentwickler und System- und Netzwerkadministratoren in den vergangenen zwölf Monaten deutlich gestiegen. Die Firmen investieren vermehrt in ihre eigenen Mitarbeiter und nutzen wettbewerbsfähig Löhne, um Arbeitnehmer mit der richtigen Kombination an Fähigkeiten anwerben zu können, berichtet das IT-Portal Cnet.

"Es ist nicht so einfach, die erwarteten Kosteneinsparungen durch Offshoring zu erreichen."

"Die Unternehmen haben gemerkt, wie schwierig ein Erfolgreiches Outsourcingprogramm durchzuführen ist", sagte Foote-Partners-Mitbegründer David Foote. "Es ist nicht so einfach, die erwarteten Kosteneinsparungen durch Offshoring zu erreichen." Die Anzahl der Stellenangebote im IT-Bereich stieg in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich an. Dice.com, eine IT-Stellenbörse im Internet, meldete einen Zuwachs von 26 Prozent in diesem Zeitraum. Gleichzeitig macht sich im zweiten Quartal des Jahres ein Rückgang der Stellenkürzungen von Technikfirmen bemerkbar: die Zahl der abgebauten Arbeitsplätze sank um 33 Prozent verglichen mit dem ersten Quartal 2005.

Keine Rede

Von Aufatmen kann aber dennoch keine Rede sein, denn die "Gesundschrumpfung" des Technologiesektors ist in vollem Gange. Erst gestern, Dienstag, meldete Hewlett-Packard den bevorstehenden Abbau von 14.500 Stellen oder etwa zehn Prozent der Belegschaft. Die Zahl der Arbeitslosen High-Tech-Fachkräfte konnte im vergangenen Jahr zwar um 64.000 gesenkt werden, liegt aber noch immer bei etwa 150.000 Personen. (pte)

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