Mannesmann-Prozess geht im Oktober in zweite Runde

29. Juli 2005, 10:45
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Für 20. und 21. Oktober mündliche Verhandlung des Revisionsverfahrens angesetzt

Der Prozess um Millionenprämien an Manager bei der Übernahme des Mannesmann-Konzerns durch Vodafone geht nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag) im Oktober in die zweite Runde. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe habe für 20. und 21. Oktober zwei Tage für die mündliche Verhandlung des Revisionsverfahrens angesetzt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Karlsruher Justizkreise.

Am 22. Juli 2004 hatte das Landgericht Düsseldorf alle sechs Angeklagten, darunter Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser und Deutsche- Bank-Vorstandssprecher Josef Ackermann vom Vorwurf der schweren Untreue frei gesprochen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen zur Last gelegt, es zugelassen zu haben, dass bei der 180 Milliarden Euro teuren Übernahme von Mannesmann durch Vodafone Anfang 2000 den Ex-Managern 60 Millionen Euro zuflossen. Die Staatsanwaltschaft hatte Revision gegen den Freispruch eingelegt. Dem schloss sich auch Generalbundesanwalt Kay Nehm an. Die Ankläger sehen Verstöße gegen das Aktienrecht.

Ackermann hatte als Mitglied des Mannesmann-Aufsichtsrates die Zahlungen mitbeschlossen. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge hatte Esser schließlich 15 Mio. Euro erhalten, der damalige Aufsichtsratschef Joachim Funk sechs Millionen Euro. Beides wurde mit früheren Verdiensten gerechtfertigt.(APA/dpa)

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