Danone-Chef sieht keinen Hinweis auf feindlichen Übernahmeversuch

31. Juli 2005, 18:38
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"Nehme Spekulationen über eine Übernahme aber ernst" - Operativer Gewinn und Umsatz gestiegen

Paris - Der französische Lebensmittelkonzern Danone hat nach eigenen Angaben keinen Hinweis auf einen feindlichen Übernahmeversuch. "Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich keinerlei Signal erhalten", sagte Danone-Chef Franck Riboud in einem Interview der Zeitung "Les Echos" vom Donnerstag.

Bisher habe er keinen Kontakt mit einem ausländischen Unternehmen zur Vorbereitung eines Treffens gehabt, sagte der Zeitung vom Donnerstag. Er nehme die Spekulationen über eine Übernahme aber ernst. Die Danone-Aktien hatten in den vergangenen Tagen wegen Spekulationen über ein Übernahmeangebot durch den US-Konzern PepsiCo deutlich zugelegt.

Am Mittwoch war aus mit der Situation vertrauten Kreisen verlautet, PepsiCo habe Beraterbanken für eine Expansion in Europa engagiert. Es habe aber noch keinen Annäherungsversuch gegeben.

Operativen Gewinn gesteigert

Abseits der Übernahmespekulationen konnte Danone gestiegene Gewinne und Umsätze verkünden. Der operative Gewinn sei auf 857 von 800 Mio. Euro geklettert, teilte der Konzern mit seinen Marken wie Evian-Wasser oder Danone-Joghurt am Donnerstag in Paris mit. Analysten hatten im Schnitt 859 Mio. Euro erwartet.

Der Umsatz stieg von 6,26 auf 6,44 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern seine bisherigen Prognosen. Die Danone-Aktie hatte in den vergangenen Tagen deutlich an Wert gewonnen, nachdem es Gerüchte gegeben hatte, der US-Konzern PepsiCo könne Danone kaufen. (APA/Reuters)

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