Indonesiens Präsident befiehlt Stopp der Militäroffensive in Aceh

22. Juli 2005, 16:55
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Endgültiges Friedensabkommen mit Rebellen für 15. August geplant

Jakarta - Nach der Grundsatzeinigung auf ein Friedensabkommen für die indonesische Provinz Aceh hat Präsident Susilo Bambang Yudhoyono einen Stopp der Militäroffensive in der Unruheregion angeordnet. "Der Präsident hat Oberbefehlshaber General Endriartono Sutarto aufgefordert, des Friedensabkommens zuliebe keine Angriffe gegen die Separatisten mehr zu unternehmen", zitiert die Zeitung "Jakarta Post" ein Kabinettsmitglied am Donnerstag.

Die separatistische Bewegung Freies Aceh (GAM) und indonesische Regierungsvertreter hatten sich am Sonntag in Helsinki im Grundsatz über einen Friedensschluss für Aceh geeinigt, der den seit 30 Jahren andauernden Konflikt beenden soll. Ein endgültiges Friedensabkommen soll am 15. August ebenfalls in Finnland unterzeichnet werden.

Bei dem blutigen Konflikt um den Status der rohstoffreichen Provinz an der Nordspitze der Insel Sumatra sind seit 1976 mehr als 12.000 Menschen getötet worden. Durch den verheerenden Tsunami waren Ende Dezember in Aceh schätzungsweise etwa 170.000 Menschen ums Leben gekommen. Unmittelbar nach der Katastrophe hatten sich GAM und die Regierung in Jakarta auf neue Friedensverhandlungen geeinigt. Ungeachtet der Gespräche in Helsinki gab es aber bei neuen Gefechten abermals Tote. (APA/dpa)

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