Generali vor Markteintritt in Serbien

25. Juli 2005, 11:09
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Vorvereinbarung zu Kauf serbischer Delta Osiguranje geschlossen - Erwerb von zunächst 50 Prozent an größter privater Assekuranz mit 16 Millionen Euro Prämienvolumen

Wien - Die Generali Holding Vienna AG hat eine Vorvereinbarung mit der serbischen Delta Gruppe, die im Dienstleistungs- und Finanzsektor tätig ist, über die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an dem Versicherungsunternehmen Delta Osiguranje unterzeichnet.

Die Vorvereinbarung sieht zunächst die Übernahme von 50 Prozent plus einer Aktie an dem Versicherungsunternehmen vor, teilte die Generali am Donnerstag ad hoc mit. Damit tritt die Generali Gruppe in den serbischen Markt ein.

"Präsenz in Zentral- und Osteuropa ausbauen"

"Diese Akquisition entspricht der Strategie unserer Gruppe, die Präsenz in Zentral- und Osteuropa auszubauen und zu stärken", betont Generali-Triest-CEO Sergio Balbinot. "Durch den Markteintritt in Serbien erhöhen wir die Anzahl unserer Tätigkeitsländer."

Dieser Markt biete auf Grund der aktuellen Einführung moderner Rahmenbedingungen ein großes Wachstumspotenzial - außerdem sei die Versicherungsdurchdringung noch sehr gering, vor allem in der Lebensversicherung.

Die Delta Osiguranje wurde 1998 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf das Non-Life-Geschäft; dieser Zweig steuert heute rund 85 Prozent zum Prämienaufkommen bei. Der Einstieg in die Lebensversicherung erfolgte 2001, kürzlich wurde auch das Pensionsfondsgeschäft aufgenommen.

Größte private Versicherungsgesellschaft

Als Serbiens größte private Versicherungsgesellschaft verzeichnete Delta Osiguranje 2004 ein Prämienaufkommen von 16 Mio. Euro. Delta ist laut Generali die am schnellsten wachsende Gesellschaft auf dem serbischen Versicherungsmarkt.

Im ersten Halbjahr 2005 erzielte die Gesellschaft ein starkes Wachstum und konnte bereits jetzt das Prämienvolumen des Vorjahres erreichen. Sie verfügt über eine eigene Vertriebsorganisation.

Auf dem rund 7,5 Millionen Einwohner umfassenden Versicherungsmarkt in Serbien betrugen die Prämieneinnahmen der Versicherer im Jahr 2004 mehr als 370 Mio. Euro.

Niedrige Versicherungsdurchdringung

Die Versicherungsdurchdringung ist in Serbien - auch im Vergleich zu anderen Ländern Zentral- und Osteuropas - nach wie vor sehr niedrig: Die Prämien des Gesamtmarktes erreichten 2004 nur 2,2Prozent des BIP. Daher sind in den kommenden Jahren hohe Wachstumsraten zu erwarten.

Generali Vienna, im Konzern für Zentral- und Osteuropa verantwortlich, erzielte 2004 in dieser Region 794,4 Mio. Euro Prämieneinnahmen, um 26,2 Prozent mehr als 2003.

Im Personenbereich betrug der Zuwachs 30,8 Prozent, in der Sachversicherung 24,3 Prozent. Insgesamt nahm die Generali-Vienna-Gruppe im Vorjahr 2,65 Mrd. Euro ein.(APA)

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