Michael Jackson will offenbar doch nicht nach Deutschland ziehen

27. Juli 2005, 08:07
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Freund: Popstar mag Deutschland aber - Popstar erhält Beweismaterial aus Prozess zurück - Computer, Bücher und Sexmagazine

Los Angeles/Berlin - Ein Umzug nach Deutschland ist für den US-Popstar Michael Jackson offenbar doch kein Thema. Ein Freund der Jackson-Familie sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Los Angeles, entsprechende Meldungen seien ohne Grundlage. Die "Berliner Morgenpost" hatte unter Berufung auf einen Jackson-Berater berichtet, der Sänger erwäge nach seinem Freispruch im Prozess wegen Kindesmissbrauchs seinen Wohnsitz nach Berlin oder Potsdam zu verlegen.

"Michael mag Deutschland, aber er hat keine Pläne, dorthin zu ziehen und dort zu leben", sagte der Freund der Familie. Die "Berliner Morgenpost" hatte am Donnerstag den Jackson-Berater Shawn Andrews mit den Worten zitiert, Jackson habe sich in Berlin verliebt und fühle sich dort "herzensmäßig zu Hause". Er könne sich aber auch vorstellen, in Potsdam eine Kopie von Schloss Neuschwanstein zu errichten. In Deutschland fühle sich Jackson wohl, weil er dort immer die größte Unterstützung erfahren habe. "Michael ist 30 Jahre lang durch die Welt gereist. In Deutschland ist ihm auch während des Prozesses nie einer in den Rücken gefallen", sagte Andrews.

Beweisstücke zurückerstattet

Michael Jackson bekommt mehrere hundert Beweisstücke aus seinem Prozess zurück - darunter Computer, Bücher und Sexmagazine. Richter Robert Melville, der den Prozess gegen den Popstars wegen angeblichen Kindesmissbrauchs geleitet hatte, erteilte der Staatsanwaltschaft eine entsprechende Anweisung.

"Alles, was sichergestellt und nicht vor Gericht gebracht wurde und was zudem nicht verboten ist, soll Herrn Jackson zurückgegeben werden", erklärte Melville. Dinge, die vor Gericht als Beweisstücke verwendet wurden, soll Jackson ebenfalls wieder erhalten - allerdings erst, nachdem Medienvertreter die Stücke wie geplant begutachten konnten. Ausdrücklich ausgenommen sind jedoch Videoaufnahmen mit Jackson und dem Kläger.

Jacksons Anwälte hatten um die Rückgabe der Beweisstücke gebeten. Der Popstar war im vergangenen Monat vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen worden. (APA/AFP)

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