Literatur: Die Erfindung der Welt

20. Juli 2005, 21:55
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Im Herbst startet eine spannende versprechende Veranstaltungsreihe des Literarischen Quartiers - am Donnerstag wird sie vorgestellt

Im Herbst startet eine Spannende versprechende Veranstaltungsreihe des Literarischen Quartiers; heute wird sie mit einem Prolog vorgestellt: Für "Die Welt, an der ich schreibe" wurden 30 Jahre nach der Eröffnung der Alten Schmiede 30 österreichische Autorinnen und Autoren dazu eingeladen, die Verankerung ihrer literarischen Arbeit in der Welt zu reflektieren und über Begriffe wie "Lebenswelt" oder "Weltsicht" nachzudenken. Herauskommen sollen poetologische Stellungnahmen bzw. Werkstattberichte, die Interessierten Einblick in heimische Literatur-Manufakturen ermöglichen. Die Reihe findet von Mitte September bis Mitte Oktober statt und umfasst neun Abende. Auch ein Buch, das den Titel der Reihe trägt und alle Beiträge umfasst, wird dann erscheinen. Die Prologveranstaltung bestreiten Daniel Kehlmann, Josef Haslinger und Sabine Scholl. Ersterer veröffentlicht im September den Roman "Die Vermessung der Welt", der die Nachfolge des so erfolgreichen "Ich und Kaminski" antreten muss.

Rare Chance

An welcher Welt Josef Haslinger gerade schreibt, weiß man nicht. Er gab zuletzt bekannt, dass er als Leiter des Deutschen Literaturinstituts Leipzig nur in den Ferien zur Arbeit an eigenen Texten komme. Auch Sabine Scholls letzter Roman liegt bereits einige Jahre zurück, nun steht die Veröffentlichung von "Biss und Holler" bevor. Die Welt, an der ich schreibe: Eine rare Chance, sich schon im Vorhinein über noch unveröffentlichte bzw. noch in Arbeit befindliche literarische Texte zu informieren. (fast, DER STANDARD Printausgabe 21.7.2005)

Alte Schmiede/Literarisches Quartier, 1., Schönlaterngasse 9, (01) 512 83 29, Beginn: 19.00 Uhr

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