Angst vor tödlichen Giftspinnen in Istrien

26. Juli 2005, 09:12
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Gesundheitsamt in Pula bestätigt ungewöhnlich starke Population - Ärzte fürchten nicht ausreichend Gegengift gegen Schwarze Witwen zu haben

Pula - Touristen in Istrien reagierten in den vergangenen Tagen verängstigt, als ihnen von den kroatischen Behörden mitgeteilt wurde, dass die so genannten Schwarzen Witwen, deren Stich tödlich sein kann, auch in die touristischen Gebiete Istriens eindringen könnten. Die Ärzte im Gesundheitsamt in Pula sind besorgt, weil befürchtet wird, nicht ausreichend Gegengift zur Verfügung zu haben.

Laut kroatischen Medien vermehrten sich die Schwarzen Witwen in einigen Gebieten Istriens drastisch. Das Gesundheitsamt in Pula bestätigt diese ungewöhnliche Population und macht vor allem den milden Winter dafür verantwortlich.

Der Biss einer Schwarzen Witwe soll für jüngere und gesunde Leute zumeist nicht todbringend sein, wohl aber für ältere Menschen und chronisch Kranke. Häufig wird der Biss nicht bemerkt, bis zu dem Moment, in dem die Schmerzen im ganzen Körper spürbar werden. Das Gesundheitsamt rät im Falle eines Bisses, sofort einen Arzt aufzusuchen.

Schwarze Spinne kann Haut des Menschen durchstechen

Die Schwarze Witwe hat ihren Namen durch ihr Paarungsverhalten. Das Weibchen bringt nach der Paarung das Männchen um und frisst es auf und macht sich zur Witwe. Ihre Beutetiere lähmt die Spinne durch einen Biss. Sie ist eine der wenigen Spinnenarten, die mit ihren Giftklauen auch die Haut des Menschen durchdringen kann. Ihr Gift ist vor allem für Kinder gefährlich, Erwachsene bekommen eher starke Schmerzen Krämpfe und der Blutdruck steigt an. (red,sb, DER STANDARD Printausgabe 21.7.2005)

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    Der Stich einer Schwarzen Witwe soll für jüngere und gesunde Leute angeblich nicht todbringend sein, wohl aber für ältere Menschen und chronisch Kranke.

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