Verkauf der Bodensee-Schifffahrt: Sausgruber kritisiert Bahn heftig

29. Juli 2005, 10:27
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Sausgruber: "Mündliche Vereinbarung wurde gebrochen"

Bregenz - Der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP) hat am Mittwoch das Vorgehen der ÖBB beim Verkauf der Bodensee-Schifffahrt massiv kritisiert. "Die mündliche Vereinbarung, die Zahlen auf den Tisch zu legen und ein Gespräch zu führen, bevor Schritte gesetzt werden, wurde gebrochen", empörte sich Sausgruber. Er habe den Vorstand der Illwerke gebeten, die Organe damit zu befassen, als Interessent für die Grundstücke aufzutreten, sagte Sausgruber.

Der Vorarlberger Landeshauptmann empfahl den ÖBB, das Einvernehmen mit dem Land und der Stadt Bregenz zu suchen. "Das wäre vernünftig", so der Landeshauptmann am Rande eines Arbeitsgesprächs mit dem Österreichischen und dem Schweizer Bundespräsidenten auf dem Bodensee. Sausgruber wies darauf hin, dass das Land Vorarlberg und die Stadt Bregenz als Wasserrechts- und Raumplanungsbehörde "bei der Verwertung der Grundstücke Entscheidendes mitzureden haben".

Die Vorarlberger SPÖ-Landesparteivorsitzende Elke Sader kündigte am Mittwoch an, die Ländle-SPÖ werde alle Mittel ausschöpfen, Infrastrukturminister Hubert Gorbach (BZÖ) zu stoppen, falls dieser am Verkauf der Bodenseeflotte festhalte. Sie werde mit SPÖ-Bundesparteivorsitzendem Alfred Gusenbauer über Initiativen im Nationalrat beraten, so Sader in einer Aussendung. (APA)

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