Eurokurs sinkt nach klarem Signal Greenspans für Zinserhöhungen

29. Juli 2005, 20:37
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Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2006 Dollar

Frankfurt - Klare Signale von Notenbankpräsident Alan Greenspan für weitere Zinserhöhungen in den USA haben den Eurokurs am Mittwoch belastet. "Greenspan hat dem Dollar Treibstoff geliefert, um den Euro nach unten zu drücken", sagte Analyst Christian Pohl von der FXdirekt Bank.

Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2006 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2063 (Dienstag: 1,1965) Dollar festgesetzt. Der Dollar war damit 0,8290 (0,8358) Euro wert.

Greenspan sagte bei seiner Anhörung im Finanzausschuss des Repräsentantenhauses, die Notenbank müsse die Zinsen weiter anheben. Nur so könnten nachhaltiges Wachstum und Preisstabilität gesichert werden. "Er hat damit klar signalisiert, dass es vorerst keine Pause bei den Zinserhöhungen geben wird", sagte Pohl.

Die US-Notenbank hat ihren Leitzins in kürzeren Abständen neunmal in Folge auf jetzt 3,25 Prozent erhöht, während die EZB ihren Zinssatz seit mehr als zwei Jahren stabil bei zwei Prozent hält. Höhere US-Zinsen begünstigen Investitionen in den Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6943 (0,68785) britische Pfund, 136,35 (135,07) japanische Yen und 1,5632 (1,5634) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 422,15 (419,25) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 11.200 (Vortag: 11.265) Euro. (APA/dpa)

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