Süßes Wissen

13. Juli 2006, 17:16
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Was tun Gartenbesitzer, wenn Bäume, Stauden und Sträucher sich unter der Last ihrer Früchte krümmen - das richtige Buch zur Einkochzeit

Was tun Gartenbesitzer, wenn Bäume, Stauden und Sträucher sich unter der Last ihrer Früchte krümmen? Sie krempeln die Ärmel auf, schleppen Bottiche, Trichter und Gläser herbei, werfen den Herd an und beugen sich fortan stunden-, ja tagelang bestgelaunt über brodelnde Kessel.

Nicht selten müssen Küchen nach derartigen Aktionen - Stichwort Heidelbeerkompott - frisch getüncht werden. Das ist zwar auch ganz lustig, muss aber nicht sein. Solche und ärgere Missgeschicke (etwa zu süße Marillenmarmelade) vermeidet, wer das famose, eben neu aufgelegte "Wiener Einkochbuch" der Agrana zurate zieht. Brigitte Mramor hat darin die Kulturgeschichte von Konfitüren & Co dokumentiert und eine opulente Fülle einfacher bis avancierter Rezepte angeführt.

Über die simple, gleichwohl köstliche Erdbeermarmelade ist man bald hinaus. Und wer einmal so etwas wie das Pfirsich-Marillen-Gelee mit Mandelsplittern beherrscht, kann sich auch über Raffinessen wie Zitronen-Chutney oder Hagebuttenmus mit Kräuterlikör wagen. "Das Buch soll dazu anregen weiterzuexperimentieren. Wenn man die Grundregeln des Einkochens einmal beherrscht, kann gespielt werden", sagt Mramor.

Damit die Sucht nach dem Süßen (aber auch dem Pikanten) auch winters befriedigt werden kann, gibt das Buch auch Anregungen zum Einkochen exotischer Früchte aller Art. Schon einmal Pomelogelee probiert? Oder Orangenkonfitüre mit Walnüssen? Und erst Bananen-Feigen-Chutney?

Marmeladen, Säfte und Kompotte lassen sich aus den meisten Früchten produzieren. Brigitte Mramor hat für ihr Buch über zwei Jahre experimentiert und ist noch lange nicht fertig: "Ich probiere weiter. Zum Beispiel mit Schnapszugaben, Zitronenspiralen, Vanilleschoten. Weil Einkochsaison ist immer."
(Ute Woltron/Der Standard/rondo/22/07/2005)

Wiener Einkochbuch
€ 14,46
bei Wiener Zucker
PF 411, 1011 Wien
  • Artikelbild
    foto: wiener zucker
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