Kritik an Bartenstein

24. Juli 2005, 09:34
3 Postings

Nur BZÖ begrüßt neue Steuerpläne

Wien - Der Vorschlag von Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein im STANDARD, in der nächsten Steuerreform die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten zu verankern, wird vom BZÖ begrüßt, von SPÖ, Grünen und FPÖ kritisiert. BZÖ-Sprecher Uwe Scheuch sprach sich für die rasche Einsetzung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur Steuerreform aus. "Die Arbeiten sollen noch im Sommer starten, damit eine weitere Steuerentlastung so schnell als möglich umgesetzt werden kann."

SPÖ und Grüne fordern zuerst den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen. "Die Finanzmittel müssen dafür eingesetzt werden, dass die Kinderbetreuung für alle Familien leistbar ist", so Grünen-Familiensprecherin Sabine Mandak. Danach könne darüber nachgedacht werden, ob die Kosten für weitere Kinderbetreuung abgesetzt werden dürfen. Auch SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl forderte den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und verwies darauf, dass die steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuung anhand eines Freibetrags nur wenigen Familien zugute kommen würde.

Der stellvertretende FP-Obmann Norbert Hofer bezeichnete den Bartenstein-Vorschlag als "Taschenspielertrick". Spitzenverdiener hätten ohnehin schon einen einkommensunabhängigen Anspruch aus Kinderbetreuungsgeld und Familienbeihilfe. Ein zusätzlicher Absetzbetrag "ginge an einer sozialen Zielsetzung vorbei". (red, DER STANDARD, Print, 21.7.2005)

Share if you care.