Burundi: UN-Soldaten wegen Kindesmissbrauch entlassen

26. Juli 2005, 12:37
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Zwei Äthiopier intern für schuldig gesprochen - Warnung für andere Soldaten

Bujumbura - Die Vereinten Nationen haben zwei ihrer Friedenssoldaten in Burundi entlassen, die dort Sex mit Prostituierten und Minderjährigen gehabt haben sollen. Ein UN-Sprecher teilte am Mittwoch mit, die zwei Äthiopier würden in ihr Heimatland zurückgeschickt. Ihre Entlassung solle anderen Soldaten eine Warnung sein.

Die Männer wurden in einer internen Untersuchung für schuldig befunden, sich in der nordöstlichen Provinz Muyinga unter anderem an Kindern vergangenen zu haben. Es war der erste Fall sexuellen Missbrauchs seit Beginn des Einsatzes der mehr als 5000 UN-Soldaten in dem zentralafrikanischen Land im Dezember 2004. Die Truppen sollen das von jahrelangen Bürgerkriegen zerrüttete Land befrieden.

Im vergangenen Jahr sorgten Missbrauchsvorwürfe gegen UN-Soldaten im Kongo weltweit für Bestürzung. Die UN untersuchten damals 150 Fälle von Kindesmissbrauch, Vergewaltigung und Prostitution. In geringerem Ausmaß sollen UN-Soldaten auch in Liberia, der Elfenbeinküste und Haiti Kinder und Frauen missbraucht haben. (APA/Reuters)

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