"Bunte" wird von Roberto Blancos Sohn verklagt

27. Juli 2005, 11:17
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Kinderfotos veröffentlicht - Mutter von Vierjährigem fordert Schadenersatz in Höhe von 15.000 Euro

Wegen unerlaubter Veröffentlichung zweier Fotos des unehelichen Sohns von Schlagerstar Roberto Blanco will die Mutter des Buben von der Illustrierten "Bunte" Schadenersatz für das Kind einklagen. Der Zivilprozess vor dem Landgericht Nürnberg begann am Mittwoch.

Der von seiner Mutter vor Gericht vertretene vier Jahre alte Bub beansprucht Schadenersatz von insgesamt 15.000 Euro. Mit der Veröffentlichung der zwei Fotos sei das Persönlichkeitsrecht des Kindes verletzt worden, begründete der Anwalt die Klage. Neben einem im Jahr 2001 veröffentlichten Foto geht es um eine Bildveröffentlichung aus dem Jahr 2004.

"Absolute Person der Zeitgeschichte"

Den Rat des Vorsitzenden Richters, seine Klage zurückziehen, wies der Anwalt zurück. Der Richter hatte durchblicken lassen, Roberto Blanco sei eine "absolute Person der Zeitgeschichte", deren Fotos in der Regel veröffentlicht werden dürften. Seine damalige Geliebte und ihr Sohn, die rechtlich als "relative Personen der Zeitgeschichte" einzustufen seien, müssten Foto-Veröffentlichungen hinnehmen, wenn die Aufnahmen bei gemeinsamen öffentlichen Auftritten mit Blanco gemacht würden.

Anders verhielte es sich bei Porträtfotos des Kindes. Das Gericht will seine Entscheidung den Prozessparteien am 10. August zukommen lassen. Der Anwalt der "Bunten" hatte im Vorfeld des Prozesses eine Entschädigung von 1.000 Euro angeboten. Zum Verfahrensauftakt, bei dem sich Blancos Ex-Bekannte von einem Anwalt vertreten ließ, hielt er das Angebot allerdings nicht länger aufrecht. Die Mutter des klagenden Kindes nannte er unglaubwürdig, da sie sich erst im Jahr 2003 gemeinsam mit ihrem Kind in der eigenen Wohnung für eine Konkurrenz-Illustrierte gegen entsprechendes Honorar habe ablichten lassen. (APA)

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