Hälfte der Grazer Meduni-Anmeldungen aus Deutschland

26. Juli 2005, 15:35
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Von rund 1.450 Vorerfassungen sind laut Rektorbüro rund 700 Deutsche

In den ersten 20 Tagen der Vorerfassung per Internet haben sich an der Medizinuniversität Graz schon rund 1.450 Personen angemeldet. Rund 700 davon seien aus Deutschland, rund 640 aus Österreich, der Rest von rund 110 komme aus anderen Staaten, hieß es auf APA-Anfrage am Mittwoch aus dem Büro von Rektor Gerhard Franz Walter.

Damit sind bereits weit mehr Personen angemeldet als im Vorjahr in Graz ein Medizinstudium überhaupt begonnen haben - obwohl die Vorerfassung für Personen mit deutschem Abitur erst am Montag startete. An der Grazer Medizin-Uni gibt es - anders als in Wien und zum Großteil in Innsbruck - nicht das "First come, first serve"-Prinzip, nach dem bereits im ersten Studienabschnitt die Zahl der Studienplätze für Praktika und Übungen beschränkt ist und nach der Reihenfolge der Anmeldung vergeben wird.

Auswahl nach einem Semester

In Graz soll die Auswahl erst nach einem Semester erfolgen - mittels Eignungstest, Kenntnistest und Prüfungsleistungen im ersten Halbjahr. Von den Studierenden werden aber nur 300 nach dem ersten Semester in die zahlenmäßig beschränkten Übungen und Seminare aufgenommen. Allerdings: 200 Seminar- und Übungsplätze sind schon mit Studierenden besetzt, die im Vorjahr nicht zum Zug kamen. Im Vorjahr waren zu Ende der Zulassungsfrist insgesamt 750 Erstsemestrige inskribiert.

In den nächsten zwei Wochen wird nun eine "logistische Lösung" gesucht, wie und wo mit den Vorlesungen ausgewichen werden kann - immerhin fasst der größte Hörsaal nicht mehr als 350 Personen. Der Lehrstoff der Studienanfänger werde daher vorrangig in Vorlesungen und über den VMC (Virtual Medical Campus), einer Internetplattform, vermittelt. (APA)

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