Bali: Drogenprozess gegen Australierin geht weiter

22. Juli 2005, 13:48
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Verteidigung will entlastendes Material vorlegen - 27-Jährige wurde zu 20 Jahren Haft wegen Marihuana im Gepäck verurteilt

Denpasar - Nach ihrer Verurteilung zu 20 Jahren Haft wegen Drogenschmuggels in Indonesien ist der Prozess gegen eine 27-jährige Australierin erneut eröffnet worden. Dadurch soll der Verteidigung die Möglichkeit eingeräumt werden, dem Gericht auf der Ferieninsel Bali zusätzliches entlastendes Material vorzulegen, hieß es.

Schapelle Corby wurde Ende Mai verurteilt, weil sie nach Ansicht der Richter versuchte, im Oktober 4,1 Kilogramm Marihuana in ihrem Surfgepäck nach Bali zu bringen. Die angehende Kosmetikerin hatte die Vorwürfe stets abgestritten und stattdessen ausgesagt, das Rauschgift sei ihr ins Gepäck geschmuggelt worden. Der Prozess hatte in Australien große öffentliche Aufmerksamkeit erregt.

Indonesien versucht, ähnlich wie Singapur und Malaysia, mit Androhung der Todesstrafe den Drogenschmuggel zu bekämpfen. 2004 wurden zwei Thailänder und ein Inder wegen Rauschgifthandels von einem indonesischen Erschießungskommando hingerichtet. (APA)

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    Schapelle Corby

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