28.000 Jahre alter Phallus aus Stein ausgegraben

25. Juli 2005, 19:19
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Tübinger Archäologen setzen Fragmente zu 20-Zentimeter-Kultobjekt zusammen - Ausstellung "Eiszeitkunst - eindeutig männlich"

Schelklingen/Tübingen - Archäologen der Universität Tübingen haben in einer Höhle nahe Schelklingen (Baden-Württemberg) einen rund 28.000 Jahre alten Phallus aus Stein gefunden. Das teilte die Universität am Mittwoch in Tübingen mit. Im vergangenen Jahr sei in der Höhle "Hohle Fels" ein Steinfragment gefunden worden. Dieses sei mit 13 weiteren Bruchstücken aus früheren Grabungen zu dem männlichen Glied zusammengesetzt worden, hieß es. Der Phallus sei 20 Zentimeter lang und 3 Zentimeter breit. Das Urgeschichtliche Museum in Blaubeuren präsentiert den Phallus in der Ausstellung "Eiszeitkunst - eindeutig männlich".

Bedeutenste Fundstellen Europas

Die Höhlen rund um Blaubeuren gehören zu den wichtigsten archäologischen Fundstellen Europas. Sowohl die Neandertaler als auch der anatomisch moderne Mensch haben hier am Rande der Schwäbischen Alb gelebt. Im "Hohle Fels" war vor Jahren bereits die wahrscheinlich älteste Darstellung eines Vogels gefunden worden, eine vor etwa 32.000 Jahren von Menschenhand aus Mammutelfenbein geschnitzte, nur wenige Zentimeter große Figur. (APA/dpa)

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