OSZE ortet zahlreiche Unregelmäßigkeiten bei Wahlen

20. Juli 2005, 13:27
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Organisation: Fragwürdige Form der Stimmenauszählung der Parlamentswahlen vom 3. Juli

Tirana - Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat zahlreiche Unregelmäßigkeiten bei den albanischen Parlamentswahlen vom 3. Juli beklagt. In einem abschließenden Bericht der rund 500 internationalen Wahlbeobachter, die vom OSZE-Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) in Tirana veröffentlicht wurde, wird unter anderem die "verlängerte und unordentliche" Stimmenauszählung als "in bestimmten Fällen anfechtbar" bezeichnet.

Berisha als stärkste Kraft

In einem ersten ODIHR-Bericht war festgehalten worden, dass der Urnengang nur "zum Teil" demokratischen Standards entsprochen habe. Aus den allgemeinen Wahlen war die Demokratische Partei des früheren Präsidenten Sali Berisha als stärkste Kraft hervorgegangen; mit ihren Verbündeten kam sie auf 73 der 140 Abgeordnetensitze. Der von der bisher regierenden Sozialistischen Partei unter Premier Fatos Nano angeführte Block errang 64 Mandate. (APA/AFP)

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    Ein Wahlplakat vom Vorsitzenden des Wahlverliers, Ilir Meta von der Sozialistischen Partei, wird entfernt.

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