United Internet: Preiskampf im DSL-Geschäft vorerst zu Ende

28. Juli 2005, 11:10
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Vorstand: Vor Expansion nach Asien Konsolidierung in Frankreich und Österreich

Der Internet-Dienstleister United Internet erwartet vorerst keine Fortsetzung des Preiskampfs im wichtigen Geschäft mit DSL-Breitbandanschlüssen. "Beim Preiswettbewerb ist momentan das Ende der Fahnenstange erreicht", sagte Vorstandschef Ralph Dommermuth der Tageszeitung "Die Welt" laut Voraus-Bericht aus der Mittwochausgabe. "In diesem Jahr wird da aus meiner Sicht nicht mehr viel passieren."

Ziel übertroffen

Dommermuth bekräftigte, sein Unternehmen habe im zweiten Quartal mit einer Rekordzahl sein Neukunden-Ziel im DSL-Geschäft übertroffen. "Wir haben 150.000 Neukunden als Zielmarke ausgegeben. Das Geschäft läuft so gut, dass wir sichtbar über den 150.000 liegen werden."

Zuwachs

Für das Gesamtjahr erwartet United Internet früheren Angaben zufolge einen Zuwachs von 20 bis 30 Prozent bei Umsatz, Ertrag und Kundenverträgen. "Bei Umsatz und Kundenzahl sind wir sehr gut unterwegs", sagte Dommermuth nun der Zeitung. "Zum Ergebnis kann ich noch nichts sagen."

Keine Verkaufsgespräche über United Internet

Der Vorstandschef hob zugleich hervor, er habe keine Verkaufsgespräche über United Internet geführt und plane dies auch nicht. Er habe weder mit Freenet-Chef Eckhard Spoerr noch mit anderen Firmenchefs über eine mögliche Übernahme geredet. "Und ich habe das für die Zukunft auch nicht vor."

Web-Hosting

Mit Blick auf den Geschäftsbereich Web-Hosting - die Vermietung von Speicherplatz im Internet - machte der Vorstandschef deutlich, dass sein Unternehmen "irgendwann" auch in den wichtigen asiatischen Markt expandieren werde. Momentan lägen die Prioritäten aber auf anderen Märkten. "Zunächst müssen wir uns in anderen Ländern konsolidieren - in Österreich und Frankreich etwa."(APA/Reuters)

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