Linksbündnis legt zu

22. Juli 2005, 09:09
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Union verliert in Umfrage, Schwarz-Gelb hat weiter die Absolute - Mehrheit der Befragten nennt Parteiprogramm als wichtigste Entscheidunghilfe

Hamburg/Wien - Zwei Monate vor der deutschen Bundestagswahl hat die oppositionelle konservative Union in der Wählergunst weiter verloren. CDU/CSU verloren in einer aktuellen Forsa-Umfrage zwei Prozentpunkte auf 44 Prozent, die regierende SPD kommt auf 27 Prozent, teilte das Hamburger Nachrichtenmagazin "stern" am Mittwoch mit. Das Linksbündnis aus PDS und WASG legte um einen Prozentpunkt auf elf Prozent zu, ebenso wie die Grünen, die auf acht Prozent kommen. Die FDP bliebt konstant bei sieben Prozent.

Damit würde eine mögliche schwarz-gelbe Koalition eine Mehrheit von 51 Prozent erhalten, Rot-Grün käme auf 35 Prozent.

Parteiprogramme

Bei ihrer Wahlentscheidung ist für die Deutschen das Programm der Parteien ausschlaggebend. Auf die Frage, nach welchen Kriterien sie ihr Kreuz auf dem Stimmzettel setzten, nannten 51 Prozent der Befragten das Parteiprogramm an erster Stelle. 24 Prozent gaben an, sie würden die Partei wählen, von deren Politik sie sich besondere Vorteile für sich selbst erhofften. Der Spitzenkandidat spielt nur für elf Prozent der Bürger die ausschlaggebende Rolle für die Wahlentscheidung, sieben Prozent wählen nach Gewohnheit. Ebenfalls sieben Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Datenbasis für Parteipräferenz: 2.505 repräsentativ ausgewählte Deutsche vom 11. bis zum 15. Juli. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Datenbasis für Wahlentscheidung: 1.006 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger am 14. und 15. Juli. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. (APA)

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