"Afrika muss korrupte Politiker selbst loswerden"

25. Juli 2005, 11:34
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Friedensnobel­preisträgerin Wangari Mathaai in Johannesburg: Aktionen von außen helfen den Falschen

Johannesburg - Afrikas Bevölkerung muss seine korrupten Politiker nach Ansicht der kenianischen Friedens-Nobelpreisträgerin Wangari Mathaai bei Wahlen selbst loswerden. Denn Aktionen von außen träfen nicht immer die, auf die sie zielten, sagte die Gastrednerin des jährlichen Nelson-Mandela-Vortrags zu Ehren des gleichnamigen Ex-Präsidenten und südafrikanischen Freiheitshelden am Dienstag in Johannesburg.

Mathaai betonte in ihren Ausführungen: "Es gibt korrupte Politiker, die Geld in ihre Konten umleiten (...); doch es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass nicht die Schuldigen leiden, sondern die Armen." Es sei für Afrika gerade auch vor dem Hintergrund einer politischen Erneuerung in einigen Teilen des Kontinents wichtig, in Bildung und Erziehung zu investieren.

Unter den mehreren hundert Gästen befanden sich neben Nelson Mandela auch der frühere US-Präsidenten Bill Clinton sowie Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu. Beide waren Gastredner in den Vorjahren. (APA/dpa)

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    Wangari Maathai

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