USA unterstützt Indiens Atomprogramm

20. Juli 2005, 06:40
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Singh zu Gast im US-Kongress: Werden niemals Atomtechnologie weiterleiten

Washington - Der indische Ministerpräsident Manmohan Singh hat am Dienstag in Washington versichert, sein Land werde niemals Atomtechnologie weiterleiten. In einer Rede vor dem Kongress sagte Singh: "Indien ist eine verantwortungsbewusste Atommacht und sich der gewaltigen Verantwortung bewusst, die mit dem Besitz hoch entwickelter ziviler und strategischer Technologien einhergeht".

Der Kongress muss der Aufhebung der Atom-Sanktionen zustimmen, die Präsident George W..Bush bei seinem Gespräch mit Singh am Montag in Aussicht gestellt hatte. Danach ist es derzeit illegal, zivile Nukleartechnologie an Indien zu verkaufen. Die USA wollten damit die Entwicklung eines Atomwaffenprogramms verhindern. Indien hatte seine erste Atombombe 1974 getestet, eine weitere 1998.

Keine Weitergabe der Technologie

Singh versicherte den Abgeordneten, dass Indien Atomtechnologie nie an Drittländer weiterreichen werde. Indien habe sich an jede Regel der Nichtweiterverbreitung gehalten - anders als Nachbarländer, sagte Singh, ohne Pakistan beim Namen zu nennen. Indien hat den Atomwaffensperrvertrag allerdings bisher nicht unterzeichnet.

Bush hatte sich dafür ausgesprochen, Indien in Zukunft wieder Komponenten für Reaktoren und nuklearen Brennstoff zu verkaufen. Im Gegenzug verpflichtete sich Indien, internationale Inspektionen seines zivilen Atomprogramms zuzulassen, auf weitere Atomtests zu verzichten und keine Atomwaffen an Drittstaaten weiterzugeben. (APA)

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