Listenreiche Alphatierchen

20. Juli 2005, 22:47
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Nikolaus Schrefl bittet zu "Park Avenue" in den Kursalon im Wiener Stadtpark

Man muss halt wen kennen. Und abgesehen davon, dass das, was im echten Leben früher als "Vitamin B" verpönt war, heute unter "Networking" längst ein Adelsprädikat ist, war das bei Clubs mit strenger Türkontrolle eigentlich immer so: Hinterfragt hat das nur, wer nicht reinkam - bis er dann (endlich) wen kannte. Nikolaus Schrefl etwa. Denn auf dessen Adress- und Bekanntenliste zu stehen ist doppelt praktisch. Zum einen, weil Schrefl im Seitenblicke-Magazin das Department der "Ich war auch da"-Fotos leitet. Zum anderen, weil er für seine "Alphacommunity" (seine Kartei) selbst Clubs macht. Derzeit - jeden Mittwoch - bittet er zu "Park Avenue" in den Kursalon im Wiener Stadtpark: "Ein entspannter Club, der sich an der Abajo-Bar in Palma orientiert: zuerst Klassik - erst später Dancefloor. Gediegene Eleganz, viele Blumen und Orangen - und ausgewähltes Publikum." Sich "aufbrezeln" und einfach hingehen spielt es also nicht: Eintritt & Fingerfood sind gratis - aber Einlass findet nur, wer "gelistet" ist. Schrefl: "Das klingt streng - aber wer Wien kennt, weiß, dass der, der wirklich dazugehören will, das in der Regel ziemlich rasch schafft." Wie im wirklichen Leben halt.

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Naidoo für Auserwählte

Was es bringt, auf A-, AA- oder Triple-A-Listen zu stehen, kann auch bestätigen, wer Zutritt zu Clubs wie dem K47-Keyclub ergattern kann. Dorthin lud neulich der IT-Dienstleister Siemens Business Services 100 Manager und Köpfe. Zu einem kleinen, exquisiten Konzert von Xavier Naidoo. Ohne Gedränge, kreischende Teenies und mit Blick über die City: Man gönnt sich ja sonst nichts. (DER STANDARD - Printausgabe, 20. Juli 2005)

  • Entspannte Eleganz mit Parkblick: Nikolaus Schrefls Club für die "Alphacommunity".
    foto: thomas rottenberg

    Entspannte Eleganz mit Parkblick: Nikolaus Schrefls Club für die "Alphacommunity".

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