Zusammenarbeit in Sachen Grenzsicherheit

20. Juli 2005, 14:08
posten

Treffen in Istanbul mit den Nachbarländern des Iaks - Einreise von Terroristen soll verhindert werden

Istanbul - Der Irak und mehrere Staaten der Region wollen ihre Zusammenarbeit bei der Grenzsicherung verbessern und die Durchlässigkeit der irakischen Grenzen für Aufständische verringern. Bei einem Treffen in Istanbul unterzeichneten die Innenminister des Irak und Irans, der Türkei, Bahrains, Saudiarabiens, Kuwaits, Jordaniens, Ägyptens und Syriens am Dienstag eine entsprechende Erklärung.

Überwachung der Grenzen

Die Staaten vereinbarten darin eine "effektive Überwachung der Grenzen, strenge Kontrollen an Grenzübergängen und von grenzüberschreitenden Bewegungen" sowie einen "Austausch von Geheimdienstinformationen mit den irakischen Behörden mit dem vorrangigen Ziel, Terroristen und andere illegale Grenzüberschreitungen" aufzuhalten.

Eigene Länder nicht als Stützpunkte

Außerdem vereinbarten die Minister, dafür zu sorgen, dass ihre eigenen Länder nicht von Terrororganisationen als Stützpunkte genutzt werden, um Mitglieder zu rekrutieren oder Anschläge zu planen. Der irakische Innenminister Abdulakadir Aksu sagte, niemand könne leugnen, dass die Aufständischen im Irak Verbindungen ins Ausland hätten.

Die Regierung in Bagdad wirft ihren Nachbarn seit langem vor, islamische Extremisten zu tolerieren, die in den Irak einreisen und sich dort den Aufständischen anschließen. Die USA verdächtigen vor allem Syrien, die Rebellen im Irak zu unterstützen, indem ausländische Kämpfer ungehindert die Grenze passieren können. (APA/AFP)

Share if you care.