Notoperation mit vielen Blutkonserven

20. Juli 2005, 20:51
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Rotes Kreuz begrüßt Spardebatte - "Würde einigen Druck wegnehmen"

Linz/Wien - Die Blutspendezentrale des Roten Kreuzes in Wien begrüßt die Vorschläge des Gesundheitsministeriums zur Einsparung von Blutkonserven. Es müssten freilich die Mediziner entscheiden, welches Maß an Versorgungssicherheit notwendig sei. Die Zielvorstellung des Ministeriums ist ein Minus von rund 100.000 Blutkonserven im Jahr in ganz Österreich. Ein aktueller, tragischer Fall aus Oberösterreich zeigt, wie eng der Spielraum dabei ist.

Ein 43-jähriger Motorradfahrer aus Ansfelden wurde am Montagnachmittag in seiner Heimatgemeinde von einem Lkw überrollt und schwer verletzt. Der Mann starb trotz sofortiger Notoperation, wie das Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Linz am Dienstagvormittag bekannt gab. Der Mann hatte Serienrippenbrüche und offene Beckenverletzungen erlitten. Während der Notoperation wurde er mit 50 bis 60 Blutkonserven versorgt.

Könnte es aber zur Einsparung von Blutkonserven kommen, würde das einigen Druck vom Roten Kreuz nehmen, sagte dessen stellvertretender Generalsekretär Werner Kerschbaum in einem ORF-Interview. (red, APA, DER STANDARD - Printausgabe, 20. Juli 2005)

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