Heute: Die längste Etappe

20. Juli 2005, 16:47
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Von Pau geht es über 239,5 Kilometer in Richtung Zentralmassiv - Peter Wrolich hofft auf einen Platz in einer Fluchtgruppe

Pau - Auf der mit 239,5 km längsten der 21 Etappen fährt der Tour-Tross am Mittwoch den Aufgaben im Zentralmassiv entgegen. Die Fahrt von Pau in die ehemalige Festungsstadt Revel verläuft entlang mittelalterlich geprägter Ortschaften, die schon während der Religionskriege im 16. Jahrhundert auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela Raststätten waren.

Das 1342 von König Philip VI. als Bollwerk im Hundertjährigen Krieg gegründete Revel ist zum achten Mal Etappenort. Bekannt ist das 8000 Einwohner zählende Dorf am Fuß der "Schwarzen Berge" durch den See am Urlauberressort Revel Saint Ferreol. Das im 17. Jahrhundert während des Baus des Canal du Midi entstandene Wasserreservoir gehört zum Weltkulturerbe der Unesco.

Beliebt ist die deftige Küche der Handwerker-Region. Das Cassoulet, weißer Bohneneintopf mit Würstchen und Fleisch, zählt wie mit Speck gebratene Forellen sowie Enten- und Gänsebraten zu den Spezialitäten. "Nationalgericht" des Languedoc-Gebiets ist der "Daube au Millas", ein Schmorbraten.

Was die drei Österreicher Georg Totschnig, Bernhard Eisel und Peter Wrolich noch vorhaben? Totschnig, am Samstag Etappensieger, will - geschlaucht zwar - doch "auf einer Welle des Glücks" nach Paris rollen. Wrolich hofft, sich vielleicht in einer Fluchtgruppe noch in Szene setzen zu können, und Eisel möchte sich auf der letzten Etappe ganz vorne klassieren. (fri, sid, APA - DER STANDARD PRINTAUSGABE 20.7. 2005)

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