Traurige Dialoge: Minardi

20. Juli 2005, 17:38
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Das Strandbad in Klagenfurt am späten Abend, leer bis auf - am Ende des Steges zwei Beachvolleyball-Nachwuchsspieler. Sie tragen Wettkampfdressen, Schirmkappen und dunkle Brillen.

(-.)
DER ERSTE (düster): Da Treibacher . . .
DER ZWEITE: Wer?
DER ERSTE: Da Treibacher.
DER ZWEITE: Friesacher.
DER ERSTE: Friesacher, stimmt.
(Pause)
DER ERSTE (düster): Da Friesacher . . .
DER ZWEITE: Schas.
DER ERSTE: Jo. Fia die Seebühne hom se Göld, oba da Friesacher . . . Millionen sahen den Kärnten-Schriftzug auf seinem Hölm.
DER ZWEITE: Ein enormer Schoden für das ganze Land.
DER ERSTE: Eh. Die Leit wean sogn, aha, is kein Göld do für die Formel ans, gut, fohre ich nicht mehr zum GTI-Treffen.
DER ZWEITE: Fohre ich nicht zum GTI-Treffen, spüle ich auch nicht mehr Golf.
DER ERSTE: Trinke ich holt keinen Prosecco, esse ich kein Prosciutto-Weckale.
DER ZWEITE: Body-Painting, mir wurscht.
DER ERSTE: Und zum Beachvolleyball wead bold aa kana mea kummen.
DER ZWEITE: No, no. Noch ist nicht oller Toge Obend. Kärnten hat viele Freunde.
DER ERSTE: Den Gaddafi.
DER ZWEITE: Auch ondere. Den aan, den - . . .
DER ERSTE: Waaß schon. Den Ding.
DER ZWEITE: Zum Beispül.
(Vorhang)
(DER STANDARD, Printausgabe, 20.07.2005)
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