Gerüchte um Rettung pushen Fiat-Aktie

20. Juli 2005, 14:56
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Spekulationen um Investmentfonds sorgen für Rekord-Umsatze: 16 Millionen Fiat-Titel oder zwei Prozent des Kapitals am Dienstag gehandelt

Rom - Die Aktien des italienischen Autobauers Fiat, seit Tagen auf Höhenflug, haben am Dienstag ein Rekordhoch innerhalb der vergangenen zwölf Monate verzeichnet.

Am Dienstag sind die Fiat-Aktien um 2,85 Prozent auf 6,7 Euro gestiegen. Allein heute, Dienstag, wurden 16 Millionen Fiat-Aktien gehandelt, was zwei Prozent des Gesellschaftskapitals entspricht.

In Mailand kursieren Gerüchte über die Vorbereitung eines Investmentfonds zur Rettung der italienischen Autogruppe. Experten zufolge könnte Fiat-Geschäftsführer Sergio Marchionne in den kommenden Tagen eine neue Partnerschaft bekannt geben, die der krisengeschüttelten Autosparte eine Zukunft auf dem globalen Markt sichern soll.

Die neuen Partnerschaften könnten sowohl den Industrie- als auch den Handelsbereich betreffen, heißt es. Auch bei der Entwicklung einzelner Modelle hatte sich Fiat zu Kooperationen bereit erklärt.

Maxi-Anleihe

Nach vier Krisenjahren will Fiat laut italienischen Medien wieder eine Maxi-Anleihe auf den Markt bringen. Der Turiner Autobauer plant die Emission von High Yield Bonds im Wert von mindestens 500 Millionen Euro, verlautet aus Fiat-Kreisen. Die Anleihe könnte jedoch sogar auf eine Milliarde Euro klettern. Dies wäre europaweit die größte Anleihe des Jahres.

Mit der Maxi-Anleihe will sich der italienische Pkw-Hersteller frische Finanzmittel sichern, um die Kreditlinie mit den Gläubigerbanken im Wert von zwei Mrd. Euro zu erneuern. Der Konzern unter mehrheitlicher Kontrolle der Familie Agnelli muss nämlich bis Ende 2005 eine fällige Anleihe im Wert von 1,031 Mrd. Euro zurückzahlen. Im kommenden Jahr muss Turin einen weiteren Bond über 2,2 Mrd. Euro zurückzahlen.

"Fiat verfügt über die notwendigen Finanzmittel, um die Bonds zurückzuzahlen. Trotzdem muss die Gruppe das Vertrauen der Gläubiger bewahren, daher ist der Maxi-Bond für das Unternehmen ein Muss", betonen Experten. (APA)

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Fiat
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    Fiat-Geschäftsführer Sergio Marchionne scheint bei der Suche nach einem Rettungsanker fündig geworden zu sein.

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