Uni Graz stockt Lehrlingskapazitäten auf

14. Oktober 2005, 11:45
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Insgesamt kann man zehn Berufe an der Grazer Alma mater erlernen, darunter Medien- und Archivar-Berufe - Statt 22 werden künftig 32 Lehrstellen angeboten

Sie werden an Universitäten eher nicht vermutetet: Lehrlinge. Die Universität Graz stockt nun ihre entsprechenden Kapazitäten kräftig auf. Statt bisher 22 werden künftig 32 Lehrlinge ausgebildet werden. Insgesamt kann man nun zehn Berufe an der Alma Mater erlernen, darunter u.a. den des Kommunikationstechnikers, Medienfachfrau/-mann oder Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistenten. Die Bewerbungsverfahren sind allerdings schon im Laufen, hieß es am Dienstag von Seiten der Universität.

Uni als "Denkfabrik"

Im landläufigen Sinn werden Universitäten als "Denkfabriken" angesehen, die von Professoren, Assistenten sowie Büro- und Verwaltungspersonal betrieben werden. Die Palette der an den Universitäten vertretenen und benötigten Berufe ist jedoch vielfältiger als gemeinhin angenommen: Chemielabortechniker, EDV-und Kommunikationstechniker, Mechaniker und sogar drei Landschaftsgärtner werden u.a. an der Universität Graz ausgebildet. An vorderster Stelle steht die Riege der Chemielabortechniker, mit 13 auszubildenden Jugendlichen.

Hochschul-Luft bereichert

"Wir möchten uns als echte Lebenspartnerin in der Ausbildung junger Menschen verstärkt engagieren", begründet Rektor Alfred Gutschelhofer den gelungenen Ausbau um knapp die Hälfte der bisherigen Plätze. Die Hochschul-Luft bereichert, weiß Lehrlingskoordinatorin Adelheid Brantner: "Unserer Lehrlinge haben durch die vielen ausländischen Gäste am Arbeitsplatz stets die ganze Welt vor Augen und dadurch einen sehr großen Blickwinkel." Neben ihrer Ausbildung können die Lehrlinge auch die Berufsreifeprüfung machen: "Wir haben schon so manche dann als Studierende wieder begrüßt", weiß Brantner.

Schulungen in "Soft Skills"

Dank einer Förderung des Wirtschaftsressorts des Landes Steiermark kann die Uni Graz nun auch ihr Qualifizierungsprogramm für die 32 Jugendlichen verbessern. Ab Herbst können sie etwa in verstärktem Maße zusätzliche Schulungsangebote für die so genannten "Soft Skills" in Anspruch nehmen. Weiters wird es die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten und von Job-Rotationen mit anderen Firmen oder Instituten geben. Durch Projektwochen und andere gemeinsame Aktivitäten versucht Brantner jetzt schon, den Kontakt zwischen den Lehrlingen der verschiedensten Berufsgruppen zu intensivieren. (APA)

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    foto: standard/corn
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