Gehrer: Einheitlichkeit des Bildungssystems nicht gestört

26. Juli 2005, 15:35
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Stipendien-Regel mit Bevorzugung für Österreicher wird geprüft

Vorerst keine Möglichkeit für Österreich, doch wieder spezielle Beschränkungen für deutsche Studierende einzuführen, sieht Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V). Der Innsbrucker Europarechtler Walter Obwexer hatte neuerliche Hürden für möglich gehalten, wenn die Einheitlichkeit des Bildungssystems gefährdet wäre, also etwa 40 oder 50 Prozent der Medizinstudenten aus dem Ausland kämen. Das sei aber derzeit nicht der Fall, so Gehrer bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

Um zu eruieren, wie viele Deutsche tatsächlich zum Studium nach Österreich kommen, brauche man zunächst einen Erfahrungshintergrund, meinte Gehrer. Im Ministerium würden derzeit auch andere Möglichkeiten geprüft, um speziell österreichischen Studenten zu helfen. So gelte etwa in Großbritannien die Regelung, dass nur Personen Stipendien beziehen können, die bereits seit drei Jahren im Land leben.

ÖVP-Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek warf der SPÖ unterdessen eine "Universitäts-Verunsicherungskampagne" vor. Bei der SP-Forderung nach einer Uni-Milliarde und einer achtprozentigen Steigerung der Mittel für die Universitäten pro Jahr vermisste sie in einer Aussendung die Finanzierungsvorschläge. (APA)

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