Festspiele in Zahlen

19. Juli 2005, 13:08
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Veranstaltungen, Kartenkontingent, Budget, Mitarbeiter

Salzburg - Die Salzburger Festspiele gelten als das mit Abstand prestigeträchtigste und wichtigste Sommerfestival Österreichs. Seine künstlerische Bedeutung ist unumstritten. Kein anderes Festival kann so viele unterschiedliche Produktionen in so vielen Sparten auf so hohem Niveau anbieten. Insgesamt wurden für das diesjährige Festival 204.700 Karten für 183 Aufführungen an 39 Spieltagen in zwölf Spielstätten aufgelegt.

Veranstaltungszahlen

Sieben Opern, darunter drei Eigenproduktionen, eine Koproduktion, eine Wiederaufnahme und zwei konzertante Produktionen sind heuer, im vorletzten Amtsjahr von Intendant Peter Ruzicka, geplant. Dazu kommen elf Theaterstücke, davon sieben Koproduktionen. Erstmals sind gleich drei Dichter zu Gast: Antonio Lobo Antunes, John M. Coetzee und Elfriede Jelinek. Das umfangreiche Konzertprogramm bietet die besten Orchester, Ensembles, Solisten und Chöre sowie viele Uraufführungen. Eine Tanz-Performance, ein Symposion und eine Reihe von Sonderveranstaltungen ergänzen das dichte Programm.

Kartenkontingent

Das Kartenkontingent (im Vergleich zu 217.000 bei 188 Veranstaltungen im Vorjahr nun leicht reduziert) hat dagegen keineswegs konkurrenzlose Dimension: Bei den Seefestspielen in Mörbisch hofft man heuer auf 220.000 Besucher, bei den Opernfestspielen im burgenländischen St. Margarethen auf 200.000 Zuschauer. Erzielt werden diese Zahlen allerdings mit jeweils einer einzigen Produktion ("Lustige Witwe" auf der Seebühne, "Carmen" im Römersteinbruch). Karten für die Salzburger Festspiele 2005 sind noch erhältlich, von besonders begehrten Produktionen wie "Jedermann", "Zauberflöte" oder "La Traviata" sind jedoch schon seit längerem alle Vorstellungen restlos ausverkauft.

Budget

Das Budget der Salzburger Festspiele 2005 beträgt 43,8 Millionen Euro bei einer Gesamtsubvention von rund 11,5 Mio. Euro. Für 2004 betrugen die Vergleichszahlen laut Festspielen 46 Mio. Euro bei 12,99 Mio. Euro Subventionen. Diese werden laut Festspielfonds-Gesetz in einem fixen Aufteilungsschlüssel bestritten: 40 Prozent der Subventionen kommen von der Republik, je 20 von Land, Stadt und Tourismusförderungsfonds. Neben den Kartenverkäufen (2004 über 23,8 Mio. Euro) zählen Gelder von Sponsoren (je 575.000 Euro zahlten im Vorjahr die "Hauptsponsoren" Nestle, Audi, Siemens und Uniqa), Mäzene und dem "Verein der Freunde der Salzburger Festspiele" zu den wichtigsten Einnahmequellen des Festivals.

Beschäftigtenzahlen

Laut eigenen Angaben (Zahlen von 2004) verfügen die Salzburger Festspiele über 186 ganzjährig Beschäftigte sowie rund 3.600 Saisonarbeitskräfte. Den "gesamtwirtschaftlichen Umsatz- bzw. Produktionseffekt" der Festspiele beziffert eine Wirtschaftskammer-Studie (2002) mit über 168 Mio. Euro. Für den Finanzminister sind die Festspiele ein gutes Geschäft: Er erhält an Steuern direkt und indirekt wesentlich mehr Rückflüsse in die Kasse, als er an Subventionen ausgibt. (APA)

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