Der "Jedermann" ruft wieder

24. Juli 2005, 21:30
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85. Festspiele ohne Festredner - Dafür sei Kunst stärker in den Mittelpunkt der Eröffnung gerückt - Programm ab Montag - Neue Buhlschaft Nina Hoss

Salzburg - Am kommenden Sonntag (24. Juli) werden die 85. Salzburger Festspiele von Bundespräsident Heinz Fischer feierlich eröffnet. Erstmals seit Jahren gibt es bei der Veranstaltung in der Felsenreitschule keinen Festredner. Stattdessen wird die Kunst selbst bei der Zeremonie in den Mittelpunkt gerückt: Neben den Ansprachen des Bundespräsidenten, Bundeskanzlers und der Landeshauptfrau werden kurze Ausschnitte der wichtigsten Schauspiel- und Musiktheaterproduktionen präsentiert.

Neue Buhlschaft Nina Hoss

Insgesamt wurden für das bis zum 31. August laufende und von Intendant Peter Ruzicka sowie seinem Schauspieldirektor Martin Kusej programmierte Festival 204.700 Karten für 183 Vorstellungen aufgelegt. Das künstlerische Programm beginnt am Montag (25. Juli) mit dem traditionellen "Jedermann" (heuer mit Nina Hoss als Buhlschaft) auf dem Domplatz um 17.30 Uhr und mit "Geschichten aus dem Wiener Wald" um 20.00 Uhr im Salzburger Landestheater. Um 21.00 Uhr steht das erste Konzert der Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann im Großen Festspielhaus auf dem Programm. Der Opern-Reigen wird in der Felsenreitschule mit "Die Gezeichneten" von Franz Schreker in der Inszenierung von Nikolaus Lehnhoff am Dienstag gestartet. Bundespräsident Fischer wird mit seiner Frau die Generalprobe dieser Oper am Sonntag besuchen.

Mit einem Salut der Brauchtumsschützen von den Salzburger Stadtbergen wird am Sonntag von 14.50 bis 15.00 Uhr der lautstarke Eröffnungsakzent des Fests zur Festspieleröffnung gesetzt, das auf Plätzen, in Höfen und anderen Spielorten in der Salzburger Innenstadt links und rechts der Salzach stattfindet. Das Fest für Einheimische und Gäste verfolgt die ursprüngliche Festspiel-Idee, die ganze Stadt als Bühne zu präsentieren.

Eröffnungsfest

Der Großteil der rund 40 Veranstaltungen des Eröffnungsfestes ist bei freiem Eintritt zugänglich. Die Präsentation des Opern- und des Schauspielprogrammes der Salzburger Festspiele 2005 und eine Signierstunde mit Festspielkünstlern gehört ebenso wieder zum Fixprogramm wie traditioneller Salzburger Volkstanz, eine Aufführung des Salzburger Straßentheaters und Programme für Kinder und Jugendliche. Dazwischen spannt sich ein weiter Bogen, der von klassischer Musik über traditionelle und moderne Musik aus Italien und Irland und Jazz bis hin zur zeitgenössischen Musik reicht.

Bereits am Samstag laden fünf Museen und 25 Galerien in der Stadt Salzburg zu einem "langen Ausstellungstag" (von 10.00 bis 17.00 Uhr) ein. (APA)

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