Peking macht sich gegen Filmpiraterie stark

27. Juli 2005, 11:00
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Chinesische Regierung einigt sich mit US-Filmwirtschaft

Um gegen die zunehmende Filmpiraterie in China vorzugehen, haben der Dachverband der US-Filmwirtschaft, die Motion Picture Association of America (MPAA), und die chinesische Regierung ein Abkommen unterzeichnet. Wie das Wall Street Journal berichtet, werden bestehende Gesetze bezüglich der Urheberrechtsverletzung bei Filmen nicht verändert. Es setzt lediglich neue Rahmenbedingungen zur besseren Zusammenarbeit zwischen der MPAA und der chinesischen Regierung fest.

Wichtige Einnahmequelle

In Hollywood glaubt man mehr und mehr daran, dass die Umsätze an den chinesischen Kinokassen, die sich im vergangenen Jahr auf mehr als 300 Mio. Dollar verdoppelt haben, eine zunehmend wichtige Einnahmequelle darstellen. Der Kampf gegen die Videopiraterie in China hat in der vergangenen Zeit allerdings an Biss verloren - Grund genug für Hollywood, sich ernsthafte Sorgen um die Umsätze zu machen. Illegale digitale Kopien von Filmen sind meist schon kurz nach deren Kinostart auf dem chinesischen Schwarzmarkt zu bekommen.

"Die neue Vereinbarung wird ihren Fokus vor allem auf neue Filmtitel richten", so Mike Ellis, Regionalleiter von MPAA. "Ein Stück Papier ist nur so gut, wie der Umgang damit - aber ich bin optimistisch, dass der Urheberschutz nun besser gewährleistet werden kann als vorher." Das chinesische Kultusministerium wird nun alle Filmkopien, die im Vorfeld auf den chinesischen Märkten entdeckt werden, als illegale Kopien behandeln und die Delikte dementsprechend ahnden. (pte)

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