Roboter statt Kinder-Jockeys bei Kamelrennen

27. Juli 2005, 18:14
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Gekleidete Maschinen ersetzen vierjährige Buben in den Emiraten

Ferngesteuerte Roboter werden in Zukunft Kamelrennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten bestreiten. Ein neues Gesetz verbietet nämlich die Teilnahme von Kindern unter 18 Jahren. Das Debut der ferngesteuerten Maschinen hat, so berichtet die Emirate News Agency WAM, nun stattgefunden.

Lebendiger

Damit die Roboter etwas lebendiger aussehen, werden sie in bunte Kleider gehüllt. Das Robot-Jockey-System-for-Camel-Racing wurde mit der Staatsführung der Emirate abgesprochen. Das Interesse an den Robotern scheint auch im Nachbarland Katar groß zu sein. Auch dort hat internationale Kritik dazu geführt, die Teilnahme von Kindern als Kameljockeys zu verbieten. Bis zu 10.000 Roboter zu einem Stückpreis von 2.000 Dollar werden von asiatischen Ländern und Japan bestellt.

Tradition

In den arabischen Ländern haben Kamelrennen mit Kindern, die zum Teil erst vier Jahre alt waren, große Tradition. Internationale Organisationen haben den reichen Staaten vorgeworfen, zu diesem Zweck Kinder aus armen Staaten zu holen. Die Kinder-Jockeys wurden wie Gefangene behandelt und bekamen absichtlich weniger zu essen, damit sie weniger Gewicht hatten und damit schneller waren. Die USA hatten erst vor wenigen Wochen vier arabischen Staaten, darunter den Emiraten und Katar, vorgeworfen, Menschenhandel zu betreiben, berichtet Cnet . Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate haben nun begonnen, einige der kleinen Jungen wieder zu ihren Familien zurückzuführen.

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