Minister Gorbach kündigt Maßnahmen gegen Geisterfahrer an

27. Juli 2005, 08:08
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Verkehrsbeeinflussungsanlagen, verstärkte Kameraüberwachung, Warntafeln, Lichtschranken - 22 Geisterfahrerkrallen im Testbetrieb

Wien - Verkehrsminister Hubert Gorbach kündigt als Reaktion auf die Geisterfahrerstatistik Maßnahmen an. Trotz Rückgangs der Unfallzahlen und Verkehrstoten sei man bemüht, "mit Verkehrsbeeinflussungsanlagen, einer verstärkten Kameraüberwachung an sensiblen Stellen und Warntafeln an jeder Autobahnauffahrt auch die Anzahl der Geisterfahrer zu verringern und unsere Verkehrssicherheitskampagne auch auf diesen Bereich auszuweiten", erklärte er am Dienstag in einer Aussendung.

Aufklärung

Ziel verschiedener Projekte zum Thema "Geisterfahrer" sei eine stärkere Bewusstseinsbildung und eine bessere Aufklärung über die Folgen einer Geisterfahrt, erklärte der Vizekanzler. Auch bauliche Umgestaltungen der Auffahrten, zum Beispiel durch Kreisverkehre, würden die Verkehrssicherheit erhöhen.

Geisterfahrerkrallen

"Außerdem beschäftigen wir uns intensiv mit weiteren Maßnahmen, um rechtzeitig vor Geisterfahrten warnen oder diese verhindern zu können: Wir haben 22 Geisterfahrerkrallen im Testbetrieb und evaluieren die technische Machbarkeit des sogenannten GRIS (Ghostrider Information System), mit dem durch Einsatz von Lichtschranken sofort Geisterfahrten erkannt und Exekutive, Verkehrsfunk und die Kfz-Lenker im betroffenen Abschnitt informiert werden können", stellte der Verkehrsminister fest. In Vorarlberg würde bereits eine solche Geisterfahrer-Warneinrichtungen erprobt.

Führerscheinausbildung

Weiters überlege man, bereits bei der Führerscheinausbildung diese Gefahr besonders zu berücksichtigen und Führerscheinneulinge für diese Problematik zu sensibilisieren. "Am wichtigsten wird aber nach wie vor die Kontrolle der Fahrtüchtigkeit sein, wenn man weiß, dass bei mehr als 2/3 der Geisterfahrten Alkoholisierung, Übermüdung oder ähnliche Beeinträchtigungen Hauptursache sind", erklärte Gorbach. (APA)

233 Geisterfahrer- meldungen waren im ersten Halbjahr 2005 beim Ö3-Verkehrsservice registriert worden - so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2004 bedeute das ein Plus um rund zehn Prozent, teilte das Ö3-Verkehrsservice in seiner am Montag veröffentlichten Statistik mit.

Nachlese

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